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Ein Funken Hoffnung für S82B



Bei der Überprüfung der Motoreinstellung mit dem Oszilloskop fielen immer wieder springende und nicht synchrone Zündnadeln auf. Als Erstes geriet die Verteilerwelle in Verdacht.

Nach etwas Recherche zum Thema Zündverteiler schien die Anschaffung eines Verteilerprüfstandes lohnend. Der ursprüngliche Gedanke, ein historisches Gerät zu suchen, welches sicher ein schöneres Bild im "Atelier" abgeben würde, wurde zugunsten eines kleinen, modernen Apparates verworfen. Ganz nebenbei trägt so ein „Gerätchen“ zur Vervollständigung der Analyseausrüstung bei.

Was kann man unter anderem damit machen?

1. Ermittlung des Zündverlaufs

2. Schließwinkelmessung

3. Messung der Zündsymmetrie

4. Ermittlung der Vacuum-Zündverstellung

Das erste Diagramm zeigt einen ziemlich schlechten S82B, die Kurve stimmt nicht und der früheste und der späteste Zündfunke liegen 5° Verteiler, das sind 10° Kurbelwelle, auseinander. Da kann man an den Vergaserschrauben lange herumdrehen und bekommt den Motor trotzdem nicht ruhig.
Das zweite Diagramm ist deutlich besser, 1° Abweichung sind vom Hersteller zugelassen, lediglich der Schließwinkel sollte von 40° auf 30° korrigiert werden.

Die Reparatur von Verteilern erscheint mit diesem Kontrollinstrument vielversprechend, von der Möglichkeit einer gezielten Optimierung einmal ganz abgesehen.

Vielleicht zeigt das Ganze dann auf der Motorbremse eine Wirkung.

PS: Die angegebenen Winkel und Drehzahlen beziehen sich auf den Zündverteiler, für Kurbelwellenwerte sind Winkel und Drehzahl mit zwei zu multiplizieren.

Schließwinkel
Schließwinkel

Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar
Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar

Offensichtlich ein Vierzylinder
Offensichtlich ein Vierzylinder



Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen
Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen

Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!
Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!

Im Eimer
Im Eimer

In Ordnung
In Ordnung

01.07.2019 Hubert Enbergs

Emotionen hoch drei: Das Lancia D-A-CH Treffen 2019



Vom 30. Mai bis zum 2. Juni fand es statt, das lang geplante Treffen der drei Lancia Clubs aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

"Drei Tage, drei Länder" so lautete das Motto der Veranstaltung am Bodensee.

Mit mehr als 100 Teilnehmern und über 60 Fahrzeugen nahezu aller Epochen haben wir bei schönstem Wetter Touren in idyllischer Landschaft, spannende Besichtigungen und in fahrerischer wie auch lukullischer Hinsicht genussvolle Ausflüge erlebt.

Das war ein Programm voller Glanzpunkte und ein tolles Miteinander aller drei Clubs – auf der Straße, auf den Schienen der Museumsbahn und auf dem Wasser.

Alles in allem einfach Lancia-Momente, wie man sie besser nicht gestalten kann!

Vielen Dank den Organisatoren und den Teilnehmern, die das D-A-CH Treffen 2019 zu einem unvergesslichen Erlebnis haben werden lassen.

Das war großartig!

































13.06.2019 Christian Döhle

Überraschung!



Kleine Vergaserrevision Teil 2

Die beiden Vergaser wurden zerlegt, die Dichtflächen der Deckel wurden mit Schleifpapier fein abgezogen und alle Teile im Ultraschallbad bei 50°C mit einer Leichtmetallreinigungslösung gereinigt.

Ein Missgeschick passierte, als an einem der Betätigungshebel für die Beschleunigerpumpe das Gewinde abriss. Das wäre halb so wild, wenn nicht der Hebel mittig auf der Drosselklappenachse befestigt wäre, man ihn also nur ausbauen könnte, indem man die Drosselklappen ausbaut. Das soll aber im Moment nicht geschehen. Der Vergaser wurde auf den „kleinen Oktopus“ gespannt und eine neue Gewindestange wurde mit Hilfe eines zweiten Oktopusses positioniert. Mit der 0,5er Brennerspitze und einer Mikromenge Fülldraht wurden die beiden Teile verschweißt. Ein Würfelmagnet, der an dem Hebel befestigt war, fiel während dieses Vorgangs plötzlich zu Boden. Ich nenne es den Dädalus-Effekt.

Eine Überraschung hielt eine der Beschleunigerpumpen parat. In ihrem Gehäuse fehlte ein Stopfen, so dass die zugehörigen Beschleunigerdüsen einen Kurzschluss hatten und das Benzin immer wieder direkt in den hydraulischen Teil des Vergasers zurückfloss. Auf dem Prüfstand konnte man sehen, dass kein Strahl aus den Düsen kam. Nachdem die Geräte wieder montiert und die Einspritzmengen auf dem Korinth auf exakt gleiche Werte eingestellt waren, erfolgte die Grundeinstellung der Drosselklappen auf der Fließbank.

Beide Vergaser wurden auf ihrem Ansaugflansch montiert eingestellt. Das ganze Ensemble wird später als Einheit am Motor angebracht. Die Position der beiden Vergaser zueinander wird dabei nicht mehr verändert. Erwarteter Vorteil: Absoluter Gleichlauf der Anlage bei höherer Genauigkeit, weil die Fließbank im Gegensatz zum pumpenden Motor einen stetigen Unterdruck liefert und in Folge dessen die Zeiger der Instrumente ruhig stehen und nicht zappeln.

Mal sehen, ob es sich in der Praxis bestätigt.

ungewollter Beipass
ungewollter Beipass





Super-Neodym-Magnete mögen keine Wärme
Super-Neodym-Magnete mögen keine Wärme



Alt und Neu
Alt und Neu





26.05.2019 Hubert Enbergs

Terra incognita



Kleine Vergaserrevision Teil 1

Man hört und liest sehr viel darüber, welch überaus positive Wirkung sich aus der richtigen Vergasereinstellung heraus entfaltet. Ganz besonders beliebt ist dieses Thema bei Fulvia-Liebhabern, vielleicht weil man beim Öffnen der Motorhaube den Eindruck hat, eine Fulvia wird von einem Haufen von Vergasern mit ein paar Nebenaggregaten angetrieben.

Das Synchronisieren von Vergasern gehört seit Beginn meiner Schrauberleidenschaft zu den konsequent gemiedenen Dingen. Terra incognita gewissermaßen. Aber nun ist die Zeit gekommen, sich diesem Ort der Mirakel und Wunder zuzuwenden. Gut gerüstet versteht sich, wie es alle Eroberer gehandhabt haben.

Ein Vergaser beheimatet zwei Medien und verbindet diese so, dass es richtig knallt. Auf Deutsch, er mischt Gas und Flüssigkeit auf eine Weise, die Renault Tweezy- und Nissan Leaf-Fahrer niemals verstehen werden.

Die V-Batterie unserer Fulvia soll in aller Ruhe auf der Werkbank untersucht werden. Der Korinth VPG2 zur Untersuchung des hydraulischen Teils steht betriebsbereit parat. Für den pneumatischen Teil muss aber noch eine Fließbank her. Die baut man am besten selber.

Zuerst wird das gedankliche Durcheinander in einer Konzeptskizze sichtbar gemacht, um dann unverzüglich in der Metallwerkstatt in harte Ware umgewandelt zu werden. Für die beiden C35 PHH wird eine Aufnahme gebaut, die eine simultane Prüfung beider Geräte ermöglicht. Alle, mit denen ich gesprochen habe, halten das für Unsinn, aber ich habe meine Gründe! Die magische Kiste ermöglicht Messungen an den vier Kanälen, ohne dass sich diese gegenseitig beeinflussen.

Schwierig erwies sich die Erzeugung eines ernst zu nehmenden Unterdrucks. Die Dunstabzugshaube aus der Küche schaffte gerade einmal -5 mbar, aber einen ordentlichen Volumenstrom. Eine Absaugeinrichtung mit 4kW Antrieb lieferte immerhin -200 mbar, erzeugte aber Geräusche wie eine startende Concorde. Die Wahl fiel auf den Werkstattstaubsauger, dessen -150 mbar für die Optimierung der Drosselklappenstellung im Leerlauf reichen sollten.

Erste Versuche mit dem Böhm Synchrontester schlugen fehl, weil dessen Anzeigebereich mit -600 mbar zu groß und ungeeignet ist.













Korinth VPG 2
Korinth VPG 2











Damit sieht man endlich was
Damit sieht man endlich was

Licht und Schatten gezielt einsetzen
Licht und Schatten gezielt einsetzen

Das Licht quillt aus allen Ritzen
Das Licht quillt aus allen Ritzen

12.05.2019 Hubert Enbergs

Gib Kette!



Zuerst einmal herzlichen Dank an CME. Der Lösungsvorschlag für das Rätsel der letzten Woche war nicht schlecht, auch wenn es nicht die Lösung war. Als Dankeschön für die Teilnahme steht auf jeden Fall ein Getränk bereit.

Also was ist des Rätsels Lösung? Das beim letzten Mal veröffentlichte Bild zeigt einen Ausschnitt des Betätigungsmechanismus für eine außergewöhnliche Beatmungseinheit des Flaminia Motors. Gefunden wurde die Apparatur unter der Motorhaube eines Flaminia Coupé.
An Lancia Teilen kamen ein 2.5 Liter-Motor, eine 3C-Ansaugbrücke, ein 3B-Vergasergestänge sowie zwei Solex-C40 Dreifachvergaser zur Verwendung. Zu einer funktionstüchtigen Einheit wurden diese Bauteile erst durch einen zweigeteilten Montageblock und eine wohl durchdachte, obwohl an dieser Stelle äußerst ungewöhnliche Drosselklappenbetätigung.

Die beiden Vergaser wurden Rücken an Rücken montiert, was die raumökonomischste Anordnung ist. Dadurch bedingt, liegen die Chokehebel gut versteckt zwischen den Vergasern und ihre Betätigungsrichtung ist gegenläufig. Genauso verhält es sich mit den Drosselklappen. Eine Möglichkeit zur Betätigung sind ineinandergreifende Zahnsegmente, wie sie beim Solex Doppelvergaser zu finden sind.

Eine synchrone Betätigung der gegenläufigen Drosselklappenwellen ist nicht so trivial, wie sie erscheint. Um so schöner kommt die Lösung mit einer über den Kreisumfang laufenden Kette daher. Eine Längenverstellung ermöglicht die Einstellung der Grundposition.
Durch den hohen Pertinax-Block entstanden ziemlich lange Ansaugwege einerseits und etwas viel Bauhöhe andererseits. Damit alles noch unter die Haube passte, war es erforderlich die Ansaugtrichter und das Luftfiltergehäuse flacher zu machen.
Eine Frage bleibt. Hat es etwas gebracht?

















20.04.2019 Hubert Enbergs
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