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2-52 La Bomba




Im letzten Sommer nahm der Gedanke Gestalt an, für das schwere Flaminia Coupé einen etwas durchzugsstärkeren Antrieb auf die Beine zu stellen. Im November wurde bereits über die Demontage und damit einhergehende Schwierigkeiten berichtet.

Die Widerstände sind nun überwunden, dazu sind sie ja schließlich da, und der Zusammenbau von La Bomba # 1 ist in vollem Gange.

Nachdem Block, Kurbelwelle und Köpfe mechanisch auf Maß bearbeitet sind, werden die Brennräume ausgelitert und Kolben und Pleuelstangen auf das gleiche Gewicht gebracht. Die Gewichtsabweichungen können unter 0,1 g für die Kolben und 0,5 g für die Pleuel gedrückt werden. Die Werkstoleranzen sind erheblich größer, was vermuten lässt, dass diese Maßnahme überhaupt nicht erforderlich ist.

Aber was macht man nicht alles in Zeiten der Isolation.

Zum Beispiel baut man einen Motorständer, mit dem man auch etwas anfangen kann. Über das billige Teil aus fernen Ländern hatte ich mich schon ab dem ersten Tag geärgert, wobei die Funktion dem Preis gerecht wurde. Trotzdem, ein um +-30° schwenkbarer Halter, Zugriff auf möglichst alle Anbauteile inkl. Schwungrad, Kugellager für geringe Bedienkräfte, Einsatz auf der Werkbank und mobil in der Halle, all das stand im Lastenheft.

Bei der Gelegenheit entstand auch noch eine Plattform, um die Messuhr reproduzierbar platzieren zu können. Das ist die Grundlage für eine genaue Einstellung des Laufbuchsenüberstandes auf 0,04-0,06 mm.

Die Laufbuchsen der ungeraden Bank sind in den letzten fünfzig Jahren ihre eigenen Wege gegangen. Eine ist um 0,12 mm aus dem Block gewandert, die beiden anderen sind eingesunken. Mit Hilfe eines EPI-zentralen Verfahrens konnten die Buchsen nach gründlicher Reinigung ihrer Sitze auf exakt 0,06 mm Überstand justiert werden. Die rechte Bank wurde ebenfalls auf 0,06 mm gleichgeschaltet. Da der Motor etwas mehr Verdichtung und somit Verbrennungsdruck hat, wurde der maximale Wert eingestellt.

Ach so, demjenigen, der sich als erstes mit einer präzisen Angabe darüber meldet, welches Bauteil welches Lancia als zentrales Element in die Ständerkonstruktion eingeflossen ist, winkt eine Flasche französischen Perlweins in Flaschengärung.

Zu verzehren direkt auf der Farm oder in "Quaranta Giorni", ganz nach Gusto.



Das ging schnell! Die erste richtige Antwort kam von GB aus Italien. Google Übersetzer macht´s möglich!

Die erste richtige Inlandsantwort mit Details zum Spenderfahrzeug kam von GS!

Die Preise stehen schon im Kühler!




Für Messungen im Hundertstel-Bereich
Für Messungen im Hundertstel-Bereich

Kopfstand
Kopfstand

rechts...
rechts...

Links ...
Links ...





Aufnahmen versetzt, Flaminia-gerecht
Aufnahmen versetzt, Flaminia-gerecht

Was ist es?
Was ist es?

Don Pipetto
Don Pipetto







22.03.2020 Hubert Enbergs

Raus aus der Mausefalle

Seit nunmehr fast drei Jahren ist meine Kappa Limousine abgemeldet und stillgelegt. Den einstweiligen Ruhestand verbrachte mein über elf Jahre treuer Begleiter seitdem in einer gut belüfteten, aber eben auch nicht ganz dichten Tiefgarage nahe Düsseldorf.
Im September 2019 folgte bei einem der gelegentlichen Kontrollbesuche eine böse Überraschung: Mäuse! Den Inhalt des Kofferraums und Verkleidungsteile desselben sind in feine Stücke geraspelt worden. Von wenig fein duftenden "biologischen Abfällen" will ich gar nicht reden.

Abhilfe musste her, und zwar rasch. Ein Weg aus dieser Mausefalle!

Da ich bereits im Sommer 2018 nach Sankt Augustin umgezogen war, bot sich um Umzug des Kappa an. Nach einer Zeit des Wartens auf dem nicht gerade reich bestückten Garagenmarkt habe ich ab Januar ein für meine Zwecke prädestiniertes Objekt ausfindig machen können. Ein mittendrin gelegener Platz in einer gut belüfteten Tiefgarage. Zudem über ein gerade flache Rampe auch ohne Motorkraft gut zugänglich.

Nur: Wie dorthinkommen? Der Kappa ist nicht fahrbereit. Also bedurfte es einiges an Vorbereitung, um das Auto - erstens - aus der engen "Mäusegarage" herauszuziehen, um es dann - zweitens - nach Sankt Augustin zu transportieren. Professionelle Dienstleister (Abschleppunternehmen) kalkulierten zu Preisen, für die ich mir glatt einen zweiten Kappa als Schlachtfahrzeug hätte zulegen können. Und mit dem LKW wären sie noch nicht einmal in die Garage gekommen.

Dank meines Freundes und Club-Mitgliedes Christian, bekanntermaßen auch bekennender Kappa-Fan, konnte meine Berlina schließlich sicher umziehen. Dank Abschleppseil aus dem eigenen Fundus, einem Leih-Anhänger und der drehmomentstarken Zugmaschine mit Anhängekupplung konnte der Kappa für eine gute Stunde mal wieder ans Tageslicht. Ohne Komplikationen rollte der Lancia dank Schwerkraft und ein wenig Muskelkraft hinunter in die neue Tiefgarage und schließlich auf seinen neuen Stellplatz.

Ein Kontrollbesuch am Wochenende ergab keine Hinweise auf neue Mäuse. Ich hoffe mal, dass sich die kleinen Nager aus der Garage und von meinem Auto fernhalten. Sonst muss ich wohl schweres Geschütz auffahren. Das Nagerproblem ist wohl verbreiteter als ich gedacht hatte. Aber ein paar hungrige Nagetiere werden mich nicht davon abhalten, die große Lancia-Limousine der 90iger - noch dazu mit dem unerreicht großartigen 5-Zylinder Turbo - eines Tages wieder auf die Straße zu bringen....

Am Ziel - Hoffentlich ohne Mäuse!
Am Ziel - Hoffentlich ohne Mäuse!



Rast an der A59
Rast an der A59

Geschafft!
Geschafft!

Kinderspiel!
Kinderspiel!

Nur noch 1.600kg Kappa den Berg hochkurbeln...
Nur noch 1.600kg Kappa den Berg hochkurbeln...

Am Haken...
Am Haken...

Mäusenest
Mäusenest

In der Mausefalle
In der Mausefalle

04.03.2020 Jens Völksen

Retro Classics 2020 - mittendrin statt nur dabei!

Liebe Clubmitglieder, liebe Freunde der Lancia-Welt,

der LCD präsentiert auf der Retro Classics (27.02.-01.03.2020) in Stuttgart in Halle 7 Stand E32 wieder eine glanzvolle Auswahl bemerkenswerter Fahrzeuge. Lassen Sie sich überraschen welche besonderen Lancia-Kreationen dieses Jahr zu sehen sein werden. So viel sei verraten: Sämtliche Fahrzeuge haben vier Türen.

Natürlich unterstützt und versorgt uns auch 2020 Gerd Müller in bewährter Art und Weise mit erlesenen italienischen Café-Spezialitäten.

Das ganze „Service-Team“ freut sich sehr auf Ihren Besuch!

Bis bald in Stuttgart


23.02.2020 Jürgen Sack

2-51 Stoßstangen





Die Karosseriearbeiten abgeschlossen, das Auto geht noch 2019 zum Lackierer, war wohl Wunschdenken!

Bevor der Lackierer loslegt, sollten alle Zier- und Anbauteile einmal angebaut werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn man die Wahl aus einem beim Werkstattumzug vor fünf Jahren planlos zusammengewürfelten Haufen an Teilen hat, die einmal drei Coupés und ein paar Touring- und Vignale-Autos geschmückt haben.

Es sind auch noch einige Blechteile anzufertigen: a. die Frontlippe, die den Spalt zwischen Karosse und Stoßstange schließt; b. der Frontspoiler aus Aluminium, macht das Coupé zu einem echten Sportwagen; c. die Schutzleisten unterhalb der Heckstoßstange.

Um diese Leisten anzufertigen, ist es hilfreich, die hintere Stoßstange zu montieren. Also das machen wir! Aber fangen wir doch am Anfang an.

Vor sechs Jahren entstand die Idee, Stoßstangen aus Edelstahl auf eigene Faust in einem fernen Land machen zu lassen. Meine Stoßstangen sollten als Vorlage für Flaminia Coupé Teile dienen und so gingen sie auf die Reise. Einige Zeit später kamen sie wieder nach Hause, in Begleitung eines Paketes nagelneuer Stoßstangen für Cabrio und Coupé. Auf den ersten Blick sahen sie ziemlich gut aus.

Jetzt ist es Zeit, die Pininfarina-Stoßstangen zu montieren. Vorne sieht es recht annehmbar aus, weshalb erst einmal nicht zu viel Zeit darauf verwendet wird. Aber das Heck macht richtig Kopfzerbrechen. Das rechte Teil geht so leidlich, aber das U-Profil des Mittelteils ist viel zu breit. Das linke Seitenteil ist so unförmig, dass eine Lücke von drei Zentimetern zur Karosserie klafft. Ich muss zugeben, dass die Oberfläche der Nachbauten wirklich erstklassig ist, was die Entscheidung darüber wie weiter vorzugehen ist, deutlich erschwert. Der langen Rede kurzer Sinn, ich entscheide mich dazu, die Teile zu ändern und die perfekte Oberfläche zu opfern.

Es war unsere Absicht die Materialstärke mit Maß zu wählen und nicht das papierdünne Zeug, was es sonst aus Fernost-Quellen gibt. Und jetzt stehe ich hier.

Es ging ein ganzer Tag mit Biegen, Hämmern (nur Kunststoff und Alu-Hämmer) und Glätten auf dem kleinen English Wheel drauf. Immerhin geht es in die richtige Richtung. Ich werde mir jemanden suchen müssen, der die Teile nachher wieder auf Hochglanz bringt.

Unnötige und ziemlich gehasste Arbeit!!!














14.02.2020 Hubert Enbergs

InterClassics Maastricht 2020: Vergessenes Design – oder zum Vergessen?



So, das war nun also Maastricht 2020. Um es vorweg zu nehmen: Der Weg dort hin hat sich gelohnt, auch wenn die Messe nicht ganz so spannend war wie im Vorjahr.

Aber der Reihe nach:

Erst einmal lässt sich sagen, dass die Messe sich und die Exponate unverändert schön präsentiert. In drei aneinander angrenzenden Hallen zeigen die Anbieter Fahrzeuge, Accessoires, Zubehör, Literatur und "Markendevotionalien". Aufgelockert wird das Ganze durch einladend gestaltete Gastronomieinseln mit einem abwechslungsreichen Angebot.

Räumlich (leider) etwas abgesetzt finden sich in einer praktisch zusätzlichen Ebene ein paar wenige Clubstände – dieses Mal leider ohne unsere Freunde des Lancia Club Niederlande.
Schade, denn auch sonst sind für Lancia Fans weniger Exponate zu sehen, als in den Vorjahren. Wie lange ist es her, dass eine Messe mit nur einer Aurelia und ohne einen einzigen Delta Integrale auskommt?
Und alleiniger Vertreter der sonst so publikumswirksamen Zagato-Modelle ist ein roter Beta Spider in optisch eher fragwürdigem Gesamtzustand – und dieses Modell ist ja genau genommen auch nur ein "Quasi-Zagato"…

Die größte Lancia-Dichte weist dann tatsächlich der Auktionator COYS auf seinen separaten Messeflächen auf. Hier gibt es – neben zwei Flaminias und einer Fulvia im eher halbherzigen Rallyetrim - dann doch noch einen Delta Integrale und einen Zagato zu sehen – die Flavia Sport.
Nach der fulminanten Lancia Show des letzten Jahres war sicher nicht zu erwarten, dass wir ähnlich viele sehenswerte Exponate bestaunen können. Insgesamt war die Lancia Präsenz aber auch im Vergleich zu den anderen Messen des letzten Jahres deutlich geringer.

Und die Sonderausstellung "Forgotten Design"?
Ja, hier gibt es einige besondere und spannende Designobjekte zu sehen, wenngleich der Fokus sehr stark auf Vorkriegsmodelle und den 50er Jahren liegt.
Kritikern, die das bei aller Berechtigung etwas einseitig finden, lässt sich schwerlich widersprechen, denn auch in den 60ern und den Folgedekaden gab es sehenswerte und ikonenhafte Designbeispiele.
Diese haben aber - bis auf einem Datsun 240 Z – nicht den Weg in die Sonderaustellung gefunden.
Schade, denn gerade der Datsun will so gar nicht "vergessen" anmuten, weil dieses Modell auf der Messe ganze 5 Mal zum Verkauf angeboten wird…

Aber dafür gab es – typisch für Maastricht - andere wahre (Design-)Exoten zu sehen, die man sonst – wenn überhaupt – nur aus der Literatur kennt und wahrscheinlich auch nicht so oft real zu sehen bekommt.
Beim Anblick des ASCARI Ecosse, des SBARRO Super Eight und eines der nur 27 gebauten Intermeccanica Indra 2+2 Coupés drängte sich ein bisschen das Gefühl auf, dass das Motto des "vergessenen Designs" dankenswerter Weise auch von einigen Händlern aufgegriffen wurde.

Alles in allem:
Maastricht hat wie immer Spaß gemacht und richtig Lust auf die Lancia Saison!











































21.01.2020 Christian Döhle
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