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Besucher der Woche, La Razza-Foto-Orgie

Große Foto Love Story Teil 2

Das muss jetzt einfach sein, wann bekommt man schon einmal so etwas vor die Linse. Heute schmusen und streicheln wir mal nur mit dem Auge.

Die halbe Bude musste umgeräumt werden, ein Teil der Maschinchen wurde mit dem Rollbrett in die Ecke gefahren, das Rollgerüst wurde für die Luftaufnahmen aufgebaut, der Bugattiwagen von seinem Stammplatz verbannt. Und alles nur, damit das kleine Boot, was gar nicht so klein ist, leidlich in Szene gesetzt werden konnte. Es zeichnet sich dabei ein neues Betätigunsfeld ab, denn mit der Ausleuchtung ist das so eine Sache.

Es bleibt dabei, Herr Anderloni hat mit dem GT die Mutter aller Flaminias gezeichnet,

aber Satans Ziege, der Rochen hat es in sich!

Die Kurven dieser Maschine kommen aus allen Ecken. Ein paar aus dem Formel-Rennsport (vornehmlich die rot lackierten Bereiche), etwas aus der Luftfahrt (das Rumpf-Querprofil) und ganz eindeutig auch etwas sehr archaisch Animalisches aus dem Paläozoikum (die Draufsicht).

Hat es auch etwas aus der Seefahrt? Im Prinzip schon, die Schraube, aber die wurde, vielleicht aus Vorsichtsgründen, abgebaut.

Über die technischen Details soll später berichtet werden, aber hier schon einmal ein Hinweis auf die Ruderanlage.

Ist ein bisschen so, als wolle man eine Sidewinder mit der Windvogelschnur ins Ziel lenken.

Frohe Weihnachten und Frieden auf Erden

wünscht der Flaviator


Click to enlarge!







CTA, Cantiere Timossi Azzano
CTA, Cantiere Timossi Azzano

Mit Holz können sie besser umgehen
Mit Holz können sie besser umgehen

Gewürm
Gewürm



Die eine Seite des Krachs
Die eine Seite des Krachs





balls
balls



Drahtseilakt zwischen Leben und Tod
Drahtseilakt zwischen Leben und Tod











Gleich schwimmt er zum Fenster hinaus
Gleich schwimmt er zum Fenster hinaus



Schleudersitz
Schleudersitz









21.12.2017 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Flaminia Barchetta

Große Foto-Love-Story Teil 1

Carlo Timossi war Chefkonstrukteur bei der Bootswerft Riva, als er sich mit seiner eigenen Werkstatt selbständig machte. Dass er als Standort des Unternehmens nicht Duisburg Ruhrort sondern Azzano in der Gemeinde Tremezzo am Comer See wählte, ist nachvollziehbar, zumindest wenn man beide Orte schon einmal aus der Nähe gesehen hat.

In seiner exklusiven Manufaktur entstanden außergewöhnliche und hervorragend verarbeitete Holzboote für verschiedene Anwendungen. So konnte man sich hier für den kurzen Weg hinüber zum Abendessen nach Bellagio ein rassiges Boot zimmern lassen, in dem auch die Frau und zwei Wohlerzogene noch Platz fanden. Oder der Herr des Hauses entschied sich für einen monoposto, der seinem extrovertierten Charakter noch etwas Verwegenes hinzufügte.

Eine verschwindend kleine Zahl dieser Renner erhielt Flaminia-Motoren. Eines davon gehört TA aus der Schweiz. Es ist oft bei Veranstaltungen im Einsatz und befand sich nach einer Ausstellung in Berlin zu Pflegearbeiten bei Beelitz und Maibuhr in Schönebeck an der Elbe.

Die in den Augen des Automobilisten höchst ausgefallene Betriebsmethode, Vollgas geradeaus, ohne Wasserpumpe und Kühler*, hat Spuren hinterlassen. Und da die Macher aus Schönebeck ohnehin Richtung Krefeld unterwegs waren, lieferten sie das hydroplane kurzerhand im winterlichen EPI-Zentrum ab.

Das Boot besitzt auf seiner Oberseite vier Ösen und das entsprechende Hebegeschirr ist an Bord. Die Hallendecke und der 2,5 Tonnen Kettenzug hatten ihre Bewährungsprobe bereits beim Abladen des Kraftformers bestanden. Da das Boot exakt die Hälfte des Kraftformers wiegt, schien es eine leichte Aufgabe zu sein, den Renner vom Hänger zu heben. Leider zeigte es sich, dass die Aufbauhöhe von Trailer, Boot, Hebegeschirr und Eigenhöhe des Zuges eine höhere Aufhängung erforderten als in der Halle möglich. Die einzige Möglichkeit, Verkürzung des Hebegeschirrs, wurde verworfen. Die Gefahr, die Ösen aus dem filigranen Sperrholzaufbau zu reißen, erschien zu groß.

Stattdessen wurde das Boot mit der Hebebühne vom Anhänger gehoben und mittels Lenkrollen manövrierbar gemacht.

* Hierzu vielleicht später mehr

Wie bekomme ich es vom Trailer?
Wie bekomme ich es vom Trailer?















17.12.2017 Hubert Enbergs

Retro Classics Cologne 2017

Im Herbst schiessen ja bekanntlich die Pilze aus dem Boden. Also eigentlich ja die Fruchtkörper dieser eukaryotischen Lebewesen.
Auch im Bereich der Messen ist jüngst dieses Phänomen zu beobachten: immer mehr Retro-Messen drängen - vornehmlich im Herbst - in immer mehr Regionen ans Tageslicht.

In diesem Jahr hatte nun endlich auch die viertgrößte Stadt Deutschlands ihre eigene Oldtimer-Messe, Vorhang auf für die Retro Classics Cologne.
Bemerkenswert, wie viele Besucher ihren Weg in die Messehallen 4 und 5 fanden. Der Laden brummte, und für die Veranstalter wird es wohl ein voller Erfolg werden. Den Besuchern wurde in den insgesamt 4 Hallensegmenten allerhand geboten: Autohändler, Premium-Händler, Teile-Händler, Clubs, Handwerker und natürlich viele, viele Fahrzeuge: ein sehr gelungener Einstand in der Welt der Oldtimer-Messen.

Und auch Lancia war vertreten: ein Flavia 2000 Coupe wurde für knapp 20.000 Euro angeboten, der Erwerb eines aus Spanien exportierten Delta Turbo hätte 15.000,- Euro gekostet, und ein Flaminia Cabrio war für 185.000,- Euro zu haben. In Anbetracht der Zustände der Fahrzeuge aber allesamt keine Schnäppchen-Preise. Das galt auch für den Fiat Multipla, für den 60.000,- Euro aufgerufen wurden.

Unverkäuflich war die einzig überlebende und einmalig schöne Aprilia Barchetta, die auf dem Stand der Scuderia Colonia präsentiert wurde und die vollkommen zu Recht vom Veranstalter einen Sonderpreis erhielt - wofür auch immer.

Ebenfalls von betörender Schönheit war eine von Pininfarina geformte Astura, ein Traum in Blau/Silber.

Zudem wurden viele in Köln produzierte Fahrzeuge, vor allem Motorräder aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts, präsentiert. Eine weiterer kleiner Schwerpunkt war Michael Schumacher gewidmet.

Ein sehr gelungener Auftakt, freuen wir uns also auf die nächste Ausgabe der Retro Classics Cologne.














































26.11.2017 Christian Campe

2.44 Stauchen mit Ecki



Die Türschwellen des Autos sind meine Obsession. Sie besitzen nur eine einzige gerade Kante, was von den meisten Restaurieren schlicht übersehen wird. Von unten gesehen ist das Blech mit dem geraden Steg am Boden verbunden, aber die Sichtkante außen besitzt einen Schwung, welcher dem „bauchigen“ Karosseriekörper folgt. Demzufolge ist auch die obere Kante, die später hinter der Zierleiste verborgen ist, gekrümmt, wenn auch nur um ein paar Millimeter.

Die vordere und die hintere Endspitze ist, wie leicht zu sehen, ebenfalls gebogen. Ferner laufen sie ohne Knick nach innen aus.
Diese aus meiner Sicht äußerst wichtige Kontur sollte unbedingt originalgetreu nachgebaut werden, was angesichts der rudimentären Vorlagen nicht so einfach war. Glücklicherweise hatte ich in Wien an einem absolut originalen Auto Skizzen abgenommen und einige Fotos gemacht.

Es sollte zuerst eine möglichst genaue Schnittvorlage und daraus ein Prototyp angefertigt werden. Erst im dritten Schritt sollte das verwendbare Bauteil entstehen, wobei die Praxis nachher so aussah, dass der Prototyp ein, zwei Arbeitsschritte voraus war, während das Bauteil schon folgte.

Beim Prototypen wurde bezüglich der unteren beiden Kantungen eine Reihenfolge gewählt, die erfolgversprechend war. Im Ergebnis kam eine Banane heraus, die nur mit enormem Aufwand hätte gerichtet werden können. Das finale Teil entstand mit einer geänderten Arbeitsfolge und ohne Verzug.

Irgendwie ist mir während dieser Zeit ein Eckold Kraftformer zugelaufen. Legendärer Apparat, leider nicht so richtig leicht zu bewegen. Andere Geschichte!

Der Brocken ist älter als unsere Fulvia, wurde aber mit einem Facelift bis 2014 gebaut. Obwohl beim Verkäufer Probe gefahren, flog in der Werkstatt immer der RCD (früher FI-Schalter) raus.

Hurra, eine brachliegende Lösung!!!! (Problem sagen wir ja nicht)

Exkurs: die elektromechanische Trommelbremse(!) des Spindelantriebs wird von einer der drei Phasen des Getriebemotors mitversorgt. Eigentlich klug, sobald der Motor anläuft, lösen sich die Backen von der Trommel. Das mag aber der neumodische FI-Schalter überhaupt nicht, „misst“ er doch, ob eine der drei Phasen einen abweichenden Strom gegen Masse aufweist (Bitte an die Elektriker, einfach weiterlesen, es ist alles ein klein bisschen anders, das weiß ich, wäre aber eine Story fürs Elektriker-Forum).

Darüber hinaus war die Bremse festgegammelt, was auch nie gut ist.

Die Lösung: eine kleine Schaltungsänderung im Sinne heutiger Elektrotechnik, klassischer FZG-Service an der Bremse und datt Ding geht widder.

Zum Schluss ist die Schwelle fast fertig und es gibt ein Video über erste Gehversuche mit einem Kraftformer aus dem Alten Testament.






Fast wie ein fränkischer Osterbrunnen, mit bunten Bändern
Fast wie ein fränkischer Osterbrunnen, mit bunten Bändern

Auf Europalette . . .
Auf Europalette . . .

. . . geht gar nicht!
. . . geht gar nicht!

So bleibt beim Hurrikan das Dach auf der Halle
So bleibt beim Hurrikan das Dach auf der Halle

Allein eine Story wert, das Werkzeug
Allein eine Story wert, das Werkzeug

Nur mit Bremse fein justierbar
Nur mit Bremse fein justierbar



Aurelie ist begeistert, ein junger Kerl in der Halle
Aurelie ist begeistert, ein junger Kerl in der Halle

Videostudio
Videostudio

Die Drei von der Türschwelle
Die Drei von der Türschwelle





23.11.2017 Hubert Enbergs

Karge Lancia-Kost auf der Expo in Salzburg

Aber Porsche-Fahrzeuge standen bereit bis zum Horizont, wo die Preise ebenfalls bereits angekommen sind; luftgekühlt musste der Porsche sein, je früher desto preisintensiver - wenn denn Preise überhaupt ausgezeichnet waren. Trägt die fehlende Preisauszeichnung nicht schon den Ruch des Versuchs der Kunden-Übervorteilung in sich? "Wie kann ich wissen, welchen Preis ich Dir zumuten kann, bevor ich nicht den Glanz in Deinem Aug´ gesehen habe..."

Der Zuspruch war auch eine Stunde nach Öffnung noch erheblich: vor den 4 Kassen warteten jeweils 15-Minuten lange Petenten-Schlangen, die sich in den Hallen dann aber recht gleichmäßig verteilten. Besseres Licht und "gastronomiefreiere"Luft entprächen eher der schönen Architektur.... Die Gratis-Tickets für den ÖPNV zum Messegelände konnte man zu Hause ausdrucken: ein toller Service.

Natürlich ist die Fiera in Padova überwältingender .. aber in Salzburg sind nach dem Messebesuch mit einzelnen "Lancia-Kontakten" gleich das Café Bazar, das Tomaselli, die Konditorei Schatz, das Café Fürst, das Café Glockenspiel, Café Sacher.... und....

Welche Farbe darf es denn sein?
Welche Farbe darf es denn sein?

Der Lancista atmet tief durch....
Der Lancista atmet tief durch....

Endliche ein Lancia im Händler-Angebot
Endliche ein Lancia im Händler-Angebot

So sieht die Versuchung aus, von vorne...
So sieht die Versuchung aus, von vorne...

.... und mit entzückendem Rücken
.... und mit entzückendem Rücken

Noch gibt es sie, diese Edelst-Berlinas
Noch gibt es sie, diese Edelst-Berlinas

Ferrari-Motor mit vier Türen dran
Ferrari-Motor mit vier Türen dran

.. und keckem Flügel. In 10 Jahren werden wir bitter weinen....
.. und keckem Flügel. In 10 Jahren werden wir bitter weinen....

Die Dorotheum-Auktion lockt mit einer Fulviasport
Die Dorotheum-Auktion lockt mit einer Fulviasport

Bei der Versteigerung erzielte diese Schönheit dann...
Bei der Versteigerung erzielte diese Schönheit dann...

... 25.300 € - zum Nikolausi oder erst zu Weihnachten?
... 25.300 € - zum Nikolausi oder erst zu Weihnachten?

Augusta - Cabriolet klingt immer nach Versuchung
Augusta - Cabriolet klingt immer nach Versuchung

Zaghafte Annäherung, leichtes Zögern....
Zaghafte Annäherung, leichtes Zögern....

... der Atem wird leicht angehalten...
... der Atem wird leicht angehalten...

Dem Könner eine Herausforderung, vielen anderen der Weg zum Ruin
Dem Könner eine Herausforderung, vielen anderen der Weg zum Ruin

Kann alles gerichtet werden, nicht wahr?
Kann alles gerichtet werden, nicht wahr?

Mit 13.225 € zugeschlagen..hoffentlich sehen wir diese Augusta bald wieder strahlend fahren
Mit 13.225 € zugeschlagen..hoffentlich sehen wir diese Augusta bald wieder strahlend fahren

Eine Flavia Vignale ist ein sehr seltenes Angebot
Eine Flavia Vignale ist ein sehr seltenes Angebot

Der Anbieter weiß noch nicht, ob...
Der Anbieter weiß noch nicht, ob...

... 45.000 € den Trennungsschmerz überlagern können.
... 45.000 € den Trennungsschmerz überlagern können.

Der Frühling mag kommen, der Frühling meine Freud´ ...
Der Frühling mag kommen, der Frühling meine Freud´ ...

Zur Überbrückung langer Winterabende
Zur Überbrückung langer Winterabende

25.10.2017 Wilhelm Kaufmann
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