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Überraschung!



Kleine Vergaserrevision Teil 2

Die beiden Vergaser wurden zerlegt, die Dichtflächen der Deckel wurden mit Schleifpapier fein abgezogen und alle Teile im Ultraschallbad bei 50°C mit einer Leichtmetallreinigungslösung gereinigt.

Ein Missgeschick passierte, als an einem der Betätigungshebel für die Beschleunigerpumpe das Gewinde abriss. Das wäre halb so wild, wenn nicht der Hebel mittig auf der Drosselklappenachse befestigt wäre, man ihn also nur ausbauen könnte, indem man die Drosselklappen ausbaut. Das soll aber im Moment nicht geschehen. Der Vergaser wurde auf den „kleinen Oktopus“ gespannt und eine neue Gewindestange wurde mit Hilfe eines zweiten Oktopusses positioniert. Mit der 0,5er Brennerspitze und einer Mikromenge Fülldraht wurden die beiden Teile verschweißt. Ein Würfelmagnet, der an dem Hebel befestigt war, fiel während dieses Vorgangs plötzlich zu Boden. Ich nenne es den Dädalus-Effekt.

Eine Überraschung hielt eine der Beschleunigerpumpen parat. In ihrem Gehäuse fehlte ein Stopfen, so dass die zugehörigen Beschleunigerdüsen einen Kurzschluss hatten und das Benzin immer wieder direkt in den hydraulischen Teil des Vergasers zurückfloss. Auf dem Prüfstand konnte man sehen, dass kein Strahl aus den Düsen kam. Nachdem die Geräte wieder montiert und die Einspritzmengen auf dem Korinth auf exakt gleiche Werte eingestellt waren, erfolgte die Grundeinstellung der Drosselklappen auf der Fließbank.

Beide Vergaser wurden auf ihrem Ansaugflansch montiert eingestellt. Das ganze Ensemble wird später als Einheit am Motor angebracht. Die Position der beiden Vergaser zueinander wird dabei nicht mehr verändert. Erwarteter Vorteil: Absoluter Gleichlauf der Anlage bei höherer Genauigkeit, weil die Fließbank im Gegensatz zum pumpenden Motor einen stetigen Unterdruck liefert und in Folge dessen die Zeiger der Instrumente ruhig stehen und nicht zappeln.

Mal sehen, ob es sich in der Praxis bestätigt.

ungewollter Beipass
ungewollter Beipass





Super-Neodym-Magnete mögen keine Wärme
Super-Neodym-Magnete mögen keine Wärme



Alt und Neu
Alt und Neu





26.05.2019 Hubert Enbergs

Terra incognita



Kleine Vergaserrevision Teil 1

Man hört und liest sehr viel darüber, welch überaus positive Wirkung sich aus der richtigen Vergasereinstellung heraus entfaltet. Ganz besonders beliebt ist dieses Thema bei Fulvia-Liebhabern, vielleicht weil man beim Öffnen der Motorhaube den Eindruck hat, eine Fulvia wird von einem Haufen von Vergasern mit ein paar Nebenaggregaten angetrieben.

Das Synchronisieren von Vergasern gehört seit Beginn meiner Schrauberleidenschaft zu den konsequent gemiedenen Dingen. Terra incognita gewissermaßen. Aber nun ist die Zeit gekommen, sich diesem Ort der Mirakel und Wunder zuzuwenden. Gut gerüstet versteht sich, wie es alle Eroberer gehandhabt haben.

Ein Vergaser beheimatet zwei Medien und verbindet diese so, dass es richtig knallt. Auf Deutsch, er mischt Gas und Flüssigkeit auf eine Weise, die Renault Tweezy- und Nissan Leaf-Fahrer niemals verstehen werden.

Die V-Batterie unserer Fulvia soll in aller Ruhe auf der Werkbank untersucht werden. Der Korinth VPG2 zur Untersuchung des hydraulischen Teils steht betriebsbereit parat. Für den pneumatischen Teil muss aber noch eine Fließbank her. Die baut man am besten selber.

Zuerst wird das gedankliche Durcheinander in einer Konzeptskizze sichtbar gemacht, um dann unverzüglich in der Metallwerkstatt in harte Ware umgewandelt zu werden. Für die beiden C35 PHH wird eine Aufnahme gebaut, die eine simultane Prüfung beider Geräte ermöglicht. Alle, mit denen ich gesprochen habe, halten das für Unsinn, aber ich habe meine Gründe! Die magische Kiste ermöglicht Messungen an den vier Kanälen, ohne dass sich diese gegenseitig beeinflussen.

Schwierig erwies sich die Erzeugung eines ernst zu nehmenden Unterdrucks. Die Dunstabzugshaube aus der Küche schaffte gerade einmal -5 mbar, aber einen ordentlichen Volumenstrom. Eine Absaugeinrichtung mit 4kW Antrieb lieferte immerhin -200 mbar, erzeugte aber Geräusche wie eine startende Concorde. Die Wahl fiel auf den Werkstattstaubsauger, dessen -150 mbar für die Optimierung der Drosselklappenstellung im Leerlauf reichen sollten.

Erste Versuche mit dem Böhm Synchrontester schlugen fehl, weil dessen Anzeigebereich mit -600 mbar zu groß und ungeeignet ist.













Korinth VPG 2
Korinth VPG 2











Damit sieht man endlich was
Damit sieht man endlich was

Licht und Schatten gezielt einsetzen
Licht und Schatten gezielt einsetzen

Das Licht quillt aus allen Ritzen
Das Licht quillt aus allen Ritzen

12.05.2019 Hubert Enbergs

Gib Kette!



Zuerst einmal herzlichen Dank an CME. Der Lösungsvorschlag für das Rätsel der letzten Woche war nicht schlecht, auch wenn es nicht die Lösung war. Als Dankeschön für die Teilnahme steht auf jeden Fall ein Getränk bereit.

Also was ist des Rätsels Lösung? Das beim letzten Mal veröffentlichte Bild zeigt einen Ausschnitt des Betätigungsmechanismus für eine außergewöhnliche Beatmungseinheit des Flaminia Motors. Gefunden wurde die Apparatur unter der Motorhaube eines Flaminia Coupé.
An Lancia Teilen kamen ein 2.5 Liter-Motor, eine 3C-Ansaugbrücke, ein 3B-Vergasergestänge sowie zwei Solex-C40 Dreifachvergaser zur Verwendung. Zu einer funktionstüchtigen Einheit wurden diese Bauteile erst durch einen zweigeteilten Montageblock und eine wohl durchdachte, obwohl an dieser Stelle äußerst ungewöhnliche Drosselklappenbetätigung.

Die beiden Vergaser wurden Rücken an Rücken montiert, was die raumökonomischste Anordnung ist. Dadurch bedingt, liegen die Chokehebel gut versteckt zwischen den Vergasern und ihre Betätigungsrichtung ist gegenläufig. Genauso verhält es sich mit den Drosselklappen. Eine Möglichkeit zur Betätigung sind ineinandergreifende Zahnsegmente, wie sie beim Solex Doppelvergaser zu finden sind.

Eine synchrone Betätigung der gegenläufigen Drosselklappenwellen ist nicht so trivial, wie sie erscheint. Um so schöner kommt die Lösung mit einer über den Kreisumfang laufenden Kette daher. Eine Längenverstellung ermöglicht die Einstellung der Grundposition.
Durch den hohen Pertinax-Block entstanden ziemlich lange Ansaugwege einerseits und etwas viel Bauhöhe andererseits. Damit alles noch unter die Haube passte, war es erforderlich die Ansaugtrichter und das Luftfiltergehäuse flacher zu machen.
Eine Frage bleibt. Hat es etwas gebracht?

















20.04.2019 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Vive la petite différence



Eine detaillierte Aufarbeitung der Unterschiede zwischen Fulviasport 1S und Fulviasport 2S steht schon seit längerem auf der Themenliste. Heute wurde der Anfang gemacht, als GS mit seiner 1S in Avorio Santa Anita zu Besuch kam, um etwas zu plaudern. Im Gepäck hatte er ein ganz besonders interessantes Stück Technik, welches noch eingehend zu würdigen sein wird.

Besagtes Avorio Santa Anita, das muss leider eingestanden werden, steht dem Z noch ein ganzes Stück besser als das Giada Betolla der 2S. Die geringere Gesamthöhe fällt gar nicht so stark auf, wie erwartet, vielleicht weil die kleinen 145er auf 13 Zoll der Seitenerscheinung guttun. Seitenhaube, Brillen aus Messingblech mit umlaufender Sicke, kleine vordere Blinker der 1S . . . nicht schlecht, aber die 2S tritt in der Hinsicht nicht schwächer auf.

Am Heck geht es etwas mehr rund. Geänderte Stoßstange, kleine Rückleuchten, das Ersatzradkläppchen und die zierlicheren Nummernschildleuchten wirken etwas klassischer, während die 2S ein klein wenig mehr in Richtung Neuzeit geht.
Was aus Sicht des 2S Besitzers an der 1S deutlich schöner ist, sind die üppigeren Zierleisten rund um das „greenhouse“.

Wie GS schon sagte: „Vive la petite différence“ aber schämen muss man sich mit beiden nicht!

Aber was war denn nun die Spezialität, die sich im Kofferraum versteckte? Das letzte Bild gibt einen Hinweis. Der Erste, der sich mit der richtigen Antwort meldet, erhält eine Flasche ordentlichen Champagners, abzuholen mit einem BdW tauglichen Gerät.

Verzehr gleich vor Ort möglich!!!

PS Der Wintereinbruch und der aufziehende Schneesturm führten leider zum Abbruch des "Shootings"























Was ist es und wo gehört es hin?
Was ist es und wo gehört es hin?

13.04.2019 Hubert Enbergs

Dichtung und Wahrheit



Regelmäßige Besucher haben es vielleicht gesehen, fast vierundzwanzig Stunden lang hat hier ein wirklich spannender Beitrag gestanden. Spannend, aber die reine Wahrheit. Leider gibt es Unklarheiten hinsichtlich der Verwendung einiger Bilder. Und weil wir keine Spielverderber sein wollen, ist der Beitrag erst einmal wieder weg.

Bleibt nichts anderes, als sich mit der Dichtung zu beschäftigen. Ein Thema zum Gähnen, aber nur für die, die es beherrschen. Wenn man sich die Bilder ansieht, erkennt man, nicht jeder hat Vertrauen in die chemischen Produkte der Neuzeit.

Beim Erwerb eines „vollständigen“ Dichtungssatzes für die Flaminia Motorrevision blieben Lücken in Form der fehlenden Stirndeckeldichtung. Machen wir halt selber eine oder zwei oder drei.

Man besorgt sich einen ordentlichen Bogen Dichtungspapier in der richtigen Stärke. Dann zeichnet man die eine Kontur der Dichtung auf und markiert die Bohrungen. Als nächstes schlägt man mit dem Locheisen richtiger Größe die Löcher dorthin, wo die Markierungen sind, nur dass die Markierungen nie genau dort sind wo sie hin sollen. Und wenn doch, sieht man sie nicht, weil das Locheisen im Weg ist. Ds Ergebnis ist manchmal verwendbar, aber mehr auch nicht.

Mitunter kann man eine andere Methode anwenden:

- Kontur der Dichtung aufmalen und Rohling ausschneiden
- Den Deckel und den Rohling auf eine Holzunterlage spannen. Es muss übrigens unbedingt ein blaues Möbelrollbrett sein, mit etwas anderem geht es nicht!
- Die Löcher mit einem scharfen Bohrer ausbohren
- Innenkontur anzeichnen und ausschneiden

Am besten man macht gleich eine Handvoll.

PS: Die Bilder sind durcheinander geraten, vielleicht puzzelt sie ja jemand wieder in die richtige Reihenfolge!



vier gewinnt
vier gewinnt

als Stanzeisen
als Stanzeisen

Den Passstift benutzen wir
Den Passstift benutzen wir







Der Dilettantismus kommt in vielen Farben
Der Dilettantismus kommt in vielen Farben

Oh Mann, das überschüssige Material kann Schaden anrichten
Oh Mann, das überschüssige Material kann Schaden anrichten



Selbst das reicht fürs Überquellen
Selbst das reicht fürs Überquellen



02.04.2019 Hubert Enbergs
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