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Hamburg Motor Classics - eher ein Kann oder ein klares Muss?

Seit 2017 versucht auch Hamburg, im Konzert der automobilen Klassikmessen mitzuspielen.
Im vergangenen Jahr fiel unser Fazit in Anbetracht des eher lieblosen Gesamteindrucks negativ aus.
Und dieses Jahr?

Unser Besuch stand eher im Zeichen der Neugier, zu schauen, ob es - trotz nicht leichter Zeiten für die Betreiber - eine
Entwicklung gegeben hat. Und siehe da: Es gab sie!

Hamburg hat gelernt. Hamburg hat erkannt, dass es neue Ideen braucht, um sich zu behaupten.

Aber der Reihe nach:

Zum zweiten Mal Glück mit dem Wetter, zum zweiten Mal (nur) drei Hallen und ein Außenbereich. Der war dieses Mal
mit etwa doppelter Anzahl von Fahrzeugen gefüllt. Insgesamt eine starke Dominanz durch Mercedes und Porsche
(in allen erdenklichen Modell- und Zustandsvarianten) und auffallend vielen amerikanischen Fahrzeugen der 60er und 70er Jahre.
Aber auch wirkliche Exoten wie ein skurril anmutender Lotus Elite haben sich dorthin verirrt.

Die italienische Abteilung ist leider (erneut) kaum vertreten. Erwähnenswert vor allem ein Alfa Montreal und
ein Ferrari Dino 308 GT4 in offensichtlich gutem Zustand, sowie eine schöne Original anmutende Fulvia in weiß,
die gerade sanft tönend Ihren Heimweg antrat, als wir sie entdeckten.

Die Halle mit Ständen von Clubs, Teile- und Zubehörhändlern erscheint unverändert belanglos und wenig spannend.
Alles wirkt etwas gedrängt arrangiert und die Fahrzeuge entfalten optisch wenig Wirkung. Also eher wenig einladend und eher trüb.

Ein echtes Highlight gibt es aber doch: Zum ersten Mal sehen wir einen Vignale Samatha auf Basis Fiat 125 S - spannend
und exotisch, wenn auch nicht uneingeschränkt hübsch. Aber das liegt ja im Auge des Betrachters.

Das teils private wie teils professionelle Fahrzeugangebot kommt in der zweiten Halle zur Schau.
Diese wirkt eher lieblos wie ein geöffneter Hangar.
Fahrzeuge stehen hier in 4 Reihen zum Verkauf. Mercedes (vor allem SL der Baureihen 107 und 129) dominieren vor Porsche.
Wieder viele Amerikaner aber auch ein 1972er Maserati Ghibli und ein Merak - mittlerweile auf leicht gesunkenem Preisniveau.

Die größte Weiterentwicklung zu 2017 findet sich dann aber in der Halle mit Händlern und....echtem Lifestyleflair!

Im Vergleich zu 2017 ein unglaublicher Sprung:
Die Halle ist wertig gestaltet. Helle Teppichböden und angenehme Beleuchtung schaffen ein Wohlfühlklima.
Nationale wie internationale Händler wechseln sich mit Lifestyle-orientierten Ausstellern ab.

Hier hat jemand erkannt, dass das Ausstellen mit Preisschild ausgezeichneter Fahrzeuge allein nicht mehr reicht.
Jetzt kann man hier an einzelnen teils sehr schön historisch gestalteten Ständen Kaffee, Cocktails oder Bier probieren
(gegen freiwilliges Trinkgeld) und Dinge für Haushalt und Küche anfassen und ausprobieren.
Ein historischer Barbershop bietet seine Dienstleistungen an, man spielt Minibillard, probiert sein Glück an Flipperautomaten,
am Roulettetisch der Spielbank Hamburg oder an einer anspruchsvoll gestalteten Carrerabahn.
Alles lädt ein zum Entdecken und zum Ausprobieren.

Und selbst die meist monotone und wenig einladende Messegastronomie versucht es mal anders:
Unter grünen Schirmen auf Kunstrasen sind Liegestühle und hochwertige Bänke und Tische arrangiert.
Der frühere Kantinencharme hat sich gewandelt zu einem Treffpunkt. Hier sitzt es sich gut, man kann herrlich das Treiben ringsherum beobachten.

Und die Autos?
Ja, die stehen nach wie vor im Mittelpunkt. Aber in einer erlebnisorientierten Umgebung für groß und klein.
Sicher mutig, aber mit Zeitgeist und mit dem Ziel, für jeden und jede Generation etwas zu bieten.

Fazit:

Für reine Italo- oder Lanciafans (nur 2 Fulvia) gibt es nur wenig Fahrzeuge zu sehen.
Aber es gab zu entdecken, wie man neues Interesse in neuen Zielgruppen gewinnen und Menschen an automobile
Leidenschaft heranführen kann. Das hat Spaß gemacht.

Wenn der Betreiber nächstes Jahr weiterhin mutig bleibt und die 2 anderen Hallen auch noch etwas von Lieblosigkeit und angestaubter Messetradition befreit, hat Hamburg eine Chance, sich auf kleinem aber unterhaltsamem Niveau zu etablieren und dann doch von einem Kann zum Muss zu werden.

20.10.2018
Christian Döhle

































21.10.2018 Christian Döhle

Die neuen Vorstandsmitglieder stellen sich vor

Vom 20. bis 23. September 2018 fand in Bremen das Herbsttreffen des LCD statt. Eine Vielzahl von Lancisti war zu diesem Ereignis angereist. Angela Verschoor hat in diesem Blog bereits über das Treffen berichtet.

Im Rahmen des Herbsttreffens fand am 22. September 2018 auch die Jahreshauptversammlung statt. Turnusgemäß stand die Wahl neuer Vorstandsmitglieder auf der Tagesordnung. Nachdem Brigitte Strasse (Schatzmeisterin) und Angela Verschoor (Öffentlichkeitsarbeit) bereits 2016 in ihren Ämtern bestätigt worden waren, stand in diesem Jahr die Wahl des Präsidenten und des Sekretärs mit einer Amtszeit von jeweils 4 Jahren an.
Neuer Präsident ist der Bremer Unternehmer Christian Döhle. Als neuer Sekretär ergänzt der Kölner Jurist Jens Völksen den Vorstand.

Jens Völksen ist 42 Jahre alt und seit 1997 aktiver Lancista. Von seinem Wohnort aus in Sankt Augustin bei Bonn unterhält er ab sofort das Sekretariat. Jens Völksen ist seit dem Kauf seiner Lancia Fulvia GT im Jahre 2012 Mitglied im LCD.

Christian Döhle (48) ist seit seiner Kindheit Lancia-Enthusiast und heute Besitzer einer kleinen Sammlung. In seiner neuen Funktion als Präsident des LCD ist es sein erklärtes Ziel, dem Markenclub positive Aufmerksamkeit zu verschaffen und engagierte neue Mitglieder zu gewinnen, die das Erbe der traditionsreichen Marke Lancia in die Zukunft tragen.

Das neue Vorstandsteam freut sich, den Club und seine Mitglieder in den nächsten vier Jahren zu begleiten und gemeinsam unvergessliche Lancia-Erlebnisse zu gestalten. Im Vordergrund des Clublebens stehen nach wie vor die beliebten Frühjahrs- und Herbsttreffen, aber auch die Messeauftritte in Bremen, Essen und Stuttgart, nicht zu vergessen die sommerlichen Classic Days auf Schloss Dyck.

Der LCD wird seine Mitglieder wie gehabt regelmäßig durch den Sekretärsbrief über anstehende Veranstaltungen und Neuigkeiten aus der Szene informieren.
 
An dieser Stelle ergeht an alle Mitglieder die herzliche Bitte, dem Sekretariat interessante Informationen rund um Lancia mitzuteilen (Reisen, Presseartikel, Ausfahrten oder sonstige Anekdoten), gern auch mit Fotos. Mit Hilfe der Mitglieder können die Sekretärsbriefe noch interessanter und vielfältiger gestaltet werden.
 
Außerdem freut sich Angela Verschoor stets über Artikel für die Lancia Rundschau.
 
Sie erreichen Christian Döhle und Jens Völksen per E-Mail wie folgt:

info@lanciaclubdeutschland.de
sekretariat@lanciaclubdeutschland.de






09.10.2018 Jens Völksen

Besucher der Woche, die blaue Stunde



Die Wolken hängen bis zum Boden, der Wind bläst durch die Kleider, feuchte Kälte zieht durch die Sohlen und der letzte Gin Tonic dieser Saison ist getrunken.

Muss man nun in Sack und Asche gehen, bis kurz vor Weihnachten der dichotome Sommer seine zweite Spitze ausbildet?

Auf keinen Fall. Man fährt ins Bergische, fachsimpelt ein, zwei, drei Stunden über die Hege- und Pflegearbeiten am ausgebauten Fulvia-Antrieb und zelebriert mal eine etwas andere „blaue Stunde“.

HOC brachte seine sehr dunkel blaue Fulvia Rallye 1.3S mit elementar schöner Innenausstattung und funktionierender Heizung auf die Farm. Mit dabei war ein reicher Erfahrungsschatz darüber, was jetzt an Motor, Getriebe und sospensione zu erledigen wäre. Eine schöne Arbeits- und Einkaufsliste ist das Ergebnis.

CF war gestern abend schon mit seiner klassenlosen Fulvia Berlina in "etaube" in gleicher Mission im EPI-Zentrum eingeschlagen, die hereinbrechende Dämmerung verhinderte aber eine Photosession. Das wird nachgeholt.



H. Enbergs

























03.10.2018 Hubert Enbergs

Zwischen 1 und 30.000.000

gibt es eine grosse Vielfalt, würde ich sagen.

Das Herbsttreffen 2018 in Bremen ist wieder zu Ende. Obwohl relativ kurz, war es sehr variert: das Wetter varierte vom Sandsturm bis Sonnenschein und Regen; das mobile Schau-Angebot sogar von 1 PS bis zum 30.000.000 PS. Nicht nur die Teilnehmer feierten das 40jähriges Jubiläum des LCD, sondern auch die lokale Presse war dabei. Sogar zwei Berichte erschienen in den Zeitungen der Mediengruppe Kreiszeitung, Freitag 21. September und Samstag 22. September. Mit freundlicher Genehmigung hier übernommen:

Der Freitagsbericht

Der Samstagsbericht






25.09.2018 Angela Verschoor

Flavia Bremskraft, letzter Akt



Die FFF-Bremsanlage wird schon seit Jahren europaweit mehr oder weniger erfolgreich in Stand gesetzt. Zur Verwendung kommen wahrscheinlich immer die gleichen italienischen Dichtungssätze der bekannten Händler. Zum Beispiel auch im Bremskraftverstärker.

In meinen Autos finden sich diese Dichtungen ebenfalls und sie funktionieren anfangs auch tadellos.

Aber nach vier bis fünf Jahren ist die Herrlichkeit vorbei. Zumeist nach der Winterruhe fällt das Bremspedal weit durch und die Bremswirkung ist fast völlig dahin.

So geschehen bei der Flavia, und bei TPs Flaminia Coupé und bei HNs Supersport. Weiterhin für viel Geld Dichtungen kaufen, die mit hinein konstruierter Obsoleszenz versehen oder einfach nur schlecht sind?

So kann das nicht weiter gehen.

Zur Analyse der vier Jahre alten Dichtung, wahrscheinlich aus einem minderwertigen EPDM:

- die Dichtlippen haben ihre Vorspannung verloren
- starke Verformung durch Aufquellen
- Innere Bohrung durch aufliegende Kolbenstange nicht mehr rund.

Gemeinsam mit einem Lieferanten wurde das Thema aufgenommen. Auf dem Wege des „reverse engineering“ wurde im ersten Schritt die alles entscheidende Stulpdichtung im Servo neu „entwickelt“. Zwei Dinge fanden besondere Berücksichtigung. Erstens wurde das Bauteil basierend auf einer originalen, neuen, Lancia Dichtung dimensioniert. Zweitens wurde der bedingt geeignete Werkstoff der herkömmlichen Dichtungen durch ein (für diese Anwendung) wesentlich besseres, aber deutlich teureres Material ersetzt.

Drei Probefertigungen waren notwendig, bis die Arbeit überzeugen konnte. Und das ist das Ergebnis:

- Quality made in Germany
- exorbitanter Preis
- Die Bremse beißt zu wie Ammoniak in der Nase.

PS: Der Referenz-Dichtungssatz wurde irrtümlicherweise deklariert als Rep-Satz für die Servolenkung der Milleotto angeboten. Wie schön, das den keiner haben wollte!

Ach, hier ist die Bremsflüssigkeit abgeblieben
Ach, hier ist die Bremsflüssigkeit abgeblieben

Introvabile
Introvabile

Servolenkung????
Servolenkung????

Quellung
Quellung

Gerade einmal vier Jahre alt!!!!
Gerade einmal vier Jahre alt!!!!

Aus der Form
Aus der Form





11.07.2018 Hubert Enbergs
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