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2-49 Kolbensprengung




Jetzt sind die Blecharbeiten abgeschlossen, etwas Detailarbeit an den Kanten einmal ausgenommen.

Die Black Pearl unter den Flaminia Motoren hat zwischenzeitlich bereits ihre Köpfe verloren, aber die Kolben und die Laufbuchsen nebst den Stehbolzenstümpfen haben sich in den letzten fünfzig Jahren derart innig mit ihrem Motorblock verwoben, dass kein Rostlöser dieser Welt ihre Verbindung zu öffnen vermochte.

Die letzte Dose WD 40 war versprüht, das restliche Bisschen Geduld mit dem Delinquenten sowieso.

Wenn die Kolben nicht aus den Laufbuchsen heraus wollen, dann müssen die Laufbuchsen eben mit samt der Kolben aus dem Block . Das geschah „auf schonende Art und Weise“ mit dem schwersten einhändig zu führenden Hammer aus der Hammersammlung und ein wenig Nachdenken.

Danach wurden die Kolben aus den Laufbuchsen entfernt, indem sie unter die Presse kamen. Der erste Kolben bewegte sich keinen Millimeter, bis der Pressendruck 15 Tonnen erreichte.

Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Der Kolben, die Presse und der Presseur sprangen panisch ein jeder in eine andere Richtung. Der Kolben nach unten, die Presse nach oben und der Mechaniker in Deckung.

Der Weg war frei, der Kolben nicht!

Mehrmaliges Wiederholen der Prozedur brachte aber alle Kolben letztlich aus den Röhren. Den Stehbolzen ging es nicht besser. Sie wurden auf 20 mm Überstand gekürzt, dann Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber unter Hinterlassung einer qualmenden Gewindebohrung aus dem Block gehämmert.

Zwischenzeitlich waren schöne fette Halbliter-Kolben mit eigens berechnetem Dom für etwas mehr Verdichtung gezeichnet und in Auftrag gegeben worden.

Und ein paar andere Dinge mehr . . .
















12.11.2019 Hubert Enbergs

2-48 Kopfschmerzen, aber so richtig!



So langsam muss die Karosserie des Bugatti-Wagens fertig werden, denn es stehen Entscheidungen hinsichtlich des Antriebskonzepts an. Was soll es werden? Die gepflegte aber etwas blutleere Originalmotorisierung oder außen Ermenegildo Zegna und innen 3.0 Liter sixpack aus der Eisenstube.

Oder gar der Frevel einer Blümchenmotorisierung? Dann wäre der „Anzug“ auch im übertragenen Sinne erste Sahne, leider zum Preis einer deutlich gesunkenen Höchstgeschwindigkeit.

Egal was es zum Schluss wird, ein „outlaw-“ oder im wahrsten Sinne des Wortes gesetzloser Zerknall-Treibling ist jetzt einfach mal fällig. Es wird sich schon eine Verwendung finden. Der eigens für die Aufrüstung angeschaffte Motor macht es einem aber nicht leicht.

Die zentimeterdicke Schmutzschicht hat das Äußere zwar leidlich konserviert, jedoch im Inneren herrscht König „Rotto“. Sehen kann man das noch nicht, denn die Köpfe sitzen fest verwurzelt auf dem Block. Ein Fall für den EPI-Hexadezimal-Extraktor, der bekommt bekanntlich jeden Kopf ab.

Hier reichte es aber nur für die Stehbolzen der Kipphebelbrücken!!

Also Entwicklung am Objekt und den EPI-Extraktor Evo gebaut. Der neue Standard lautet mithin „tripple E“. Mit den Seitenwangen an Auspuffbolzen und Ansaugseite verschraubt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Um es kurz zu fassen, einmal tat es einen Knall und alle Schrauben einer Seite flogen durch die Halle wie die Niete im „Boot“ bei 280 m Tauchtiefe. Sprüche der Weltgeschichte: „Das muss das Boot abkönnen“.

„Das Boot“ vielleicht, aber nicht der Kopf. Der spuckte in Folge ein paar Stehbolzen und Gewinde aus. So geht es also nicht.

Einige Stehbolzen hatte schon bei der Klangprobe signalisiert, dass sie bereit waren, aus der Deckung zu kommen. Bei den anderen ging Probieren über Studieren. Es wurden Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber Zunder gegeben. Das Ergebnis: einmal 10:6 und einmal 11:5, will heißen insgesamt elf Bolzen rissen ab und die Köpfe blieben wo sie waren.

Bleibt nur Ausbohren, was bei den Abmessungen des Motors und der zur Verfügung stehenden Maschine nur unter 30° Neigung ging.


Die schwarze Perle
Die schwarze Perle

Sogar für die Kerze . . .
Sogar für die Kerze . . .

Demonstration
Demonstration

eine kleine Auswahl
eine kleine Auswahl

Grund für die Stilllegung?
Grund für die Stilllegung?

im Badezuber
im Badezuber

Stachelschweine
Stachelschweine



Der eigens gefertigte Rahmen sorgt für niedrige Bauhöhe
Der eigens gefertigte Rahmen sorgt für niedrige Bauhöhe

genau zentriert
genau zentriert

Keine Schäden an der Dichtfläche
Keine Schäden an der Dichtfläche

Ebenfalls ohne Demontageschäden
Ebenfalls ohne Demontageschäden

20.09.2019 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Valet Parken im Ritz



Aus dem Heidelberger Umland hatte sich JU mit seiner 59er Flaminia auf die Reise gemacht, um im EPI-Zentrum etwas Flaminia- und Clubfühlung aufzunehmen. Korrekt muss es wohl heißen „Heidelberg Land“, also zwar Kennzeichen HD aber eben nicht aus Heidelberg.

Das Auto besitzt seinen originalen Unterbodenschutz, nicht das kleinste Reparaturblech ist zu sehen. Die Bodenwanne und alle unteren Bauteile sind nicht verbeult und nicht verkratzt. Die Hebebühne hebt den Wagen an den ursprünglich vorgesehenen Stellen. Es knirscht nichts, es rieselt nichts, es tropft nichts.

Die Lackierung wurde schon einmal erneuert und JU hat die verwohnte Innenausstattung überarbeiten lassen. Dabei wurde großer Wert daraufgelegt, ein dem damaligen Connolly Leder gleichwertiges Material zu finden.

Solide wie am Tag der Auslieferung.

Die Türen schließen mit einem Sssappp, welches dem Insassen signalisiert, Du bist da angekommen, wo Pong und Peng niemals hingelangen werden. Aussteigen erst wieder vor der Himmelspforte. Oder vorm Ritz Carlton, wenn´s denn sein muss.

Die fließenden Übergänge von A-Säule zu Schweller, die üppige C-Säule, die gemeinsam mit den Heckflossen dem hinteren Teil des Wagens ein gewisses Gewicht geben. Dagegen die filigranen vorderen Dachpfosten und die großen Scheiben, welche die vordere Sitzreihe zu lichtdurchfluteten Premiumplätzen machen.

Und dieses Gesicht! Zwei einfache große, runde Scheinwerfer, das leicht vorgezogene Maul mit dem selbst nach heutigen Maßstäben ziemlich großen Grill.

Gruß nach München, so macht man das!

Ein Traumwagen!


































22.08.2019 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Flavia Coupé



Es war schon seit längerem vereinbart, einen Blick auf die Bremsanlage von MSs Flavia zu werfen. Eine Probefahrt hatte bereits in Redderse bei Hannover stattgefunden, wo eine Projektgruppe der Fulvia-Flavia-IG an einer außergewöhnlichen Fulvia arbeitet.

Das Auto ist eine Flavia 1.5, mit den serienmäßigen zwei Doppelvergasern, aber mit einem Flaviasport-Getriebe ausgerüstet.
Der Wagen trägt sein Alter überraschend leichtfüßig, das originale Grau und die patinierte Innenausstattung versetzen den Fahrer in die frühen Sechziger. Interessant in diesem Zusammenhang erscheint ein Blick in die aktuellen Farbkarten der deutschen Autohersteller. Oder man schaut im Stau vor der Leverkusener Brücke mal nach links und rechts. Graue Uni-Farben an jeder Ecke.

Es ging aber nicht nur um die Eleganz der schönen Flavia, sondern auch um den Bremskraftverstärker (wie immer). Das Gerät war schnell zerlegt. Nicht zum ersten Mal, wie man an einigen neuen Teilen und Messingbuchsen in den kritischen Bereichen sehen konnte. Die Fehlfunktion rührte dieses Mal aber von einer unsachgemäßen Reparatur her. Wenn man bei der Montage etwas übrigbehält, sollte man vielleicht doch noch einmal nachsehen.

Das fehlende Federchen wurde ersetzt und ein neuer Dichtsatz „made in Germany“ eingebaut. Der Servo wurde installiert und entlüftet, was zu zweit viel einfacher geht als allein und schon lässt sich die Fuhre angemessen zum Stillstand bringen










Alles da für eine DOT3 Schorle
Alles da für eine DOT3 Schorle

Ohne Feder keine Wirkung
Ohne Feder keine Wirkung

Das Gefälle ist echt
Das Gefälle ist echt

Jemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen
Jemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen





Arbeitsanzug in Wagenfarbe, das hat Stil
Arbeitsanzug in Wagenfarbe, das hat Stil

Radkappenmontage
Radkappenmontage

12.08.2019 Hubert Enbergs

Ein Funken Hoffnung für S82B



Bei der Überprüfung der Motoreinstellung mit dem Oszilloskop fielen immer wieder springende und nicht synchrone Zündnadeln auf. Als Erstes geriet die Verteilerwelle in Verdacht.

Nach etwas Recherche zum Thema Zündverteiler schien die Anschaffung eines Verteilerprüfstandes lohnend. Der ursprüngliche Gedanke, ein historisches Gerät zu suchen, welches sicher ein schöneres Bild im "Atelier" abgeben würde, wurde zugunsten eines kleinen, modernen Apparates verworfen. Ganz nebenbei trägt so ein „Gerätchen“ zur Vervollständigung der Analyseausrüstung bei.

Was kann man unter anderem damit machen?

1. Ermittlung des Zündverlaufs

2. Schließwinkelmessung

3. Messung der Zündsymmetrie

4. Ermittlung der Vacuum-Zündverstellung

Das erste Diagramm zeigt einen ziemlich schlechten S82B, die Kurve stimmt nicht und der früheste und der späteste Zündfunke liegen 5° Verteiler, das sind 10° Kurbelwelle, auseinander. Da kann man an den Vergaserschrauben lange herumdrehen und bekommt den Motor trotzdem nicht ruhig.
Das zweite Diagramm ist deutlich besser, 1° Abweichung sind vom Hersteller zugelassen, lediglich der Schließwinkel sollte von 40° auf 30° korrigiert werden.

Die Reparatur von Verteilern erscheint mit diesem Kontrollinstrument vielversprechend, von der Möglichkeit einer gezielten Optimierung einmal ganz abgesehen.

Vielleicht zeigt das Ganze dann auf der Motorbremse eine Wirkung.

PS: Die angegebenen Winkel und Drehzahlen beziehen sich auf den Zündverteiler, für Kurbelwellenwerte sind Winkel und Drehzahl mit zwei zu multiplizieren.

Schließwinkel
Schließwinkel

Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar
Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar

Offensichtlich ein Vierzylinder
Offensichtlich ein Vierzylinder



Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen
Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen

Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!
Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!

Im Eimer
Im Eimer

In Ordnung
In Ordnung

01.07.2019 Hubert Enbergs
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