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Kann denn Leistung Sünde sein?



Zugegeben, die Überschrift klingt etwas hochtrabend, aber die ersten Prüfstandsversuche mit knapp über 4000 Umdrehungen verursachen schon ein Kribbeln in den Gliedern. Immerhin, die Leistungskurve aus den Werksunterlagen ließ sich soweit ziemlich exakt nachstellen. Da geht sicher noch mehr!

Vorversuche im unteren Drehzahlbereich bewirkten unter anderem einen ca 1 m hohen Geysir, der aus dem Kühler schoss. Leider lief die Kamera zu dem Zeitpunkt nicht.

Wir hatten uns doch wohl etwas viel Zeit gelassen und die Kühlleistung ohne Fahrtwind leicht überschätzt. Waren zu sehr mit Staunen beschäftigt!



03.12.2019 Hubert Enbergs

2-50 Hilfsrahmen



Der Hilfsrahmen bedarf noch gründlicher Zuwendung, theoretisch. Nachdem er in der Vergangenheit Platz sparend unter der Karosserie „gelagert“ war wurde er heute ausgebaut und einer eingehenden Inspektion unterzogen.

Das Ergebnis war ernüchternd. An einigen Stellen waren Bereiche vor dem Strahlen bereits herausgetrennt worden, so dass die Hohlräume entrostet werden konnten. Die heutige Begutachtung zeigte, dass die Steifigkeit des Bauteils stark zu wünschen übrigließ, auch weil die verbleibenden Partien großflächig „dünngerostet“ sind. Eine Aufarbeitung des Rahmens wurde deshalb verworfen. Stattdessen kommt ein nachgefertigter Hilfsrahmen zum Einsatz. Leider wird es eine ganze Zeit dauern, bis man sagen kann, ob der Nachfertiger alles richtig gemacht hat.

Die Neigung der Motorlager ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, bin mal gespannt, ob das erkannt wurde














21.11.2019 Hubert Enbergs

2-49 Kolbensprengung




Jetzt sind die Blecharbeiten abgeschlossen, etwas Detailarbeit an den Kanten einmal ausgenommen.

Die Black Pearl unter den Flaminia Motoren hat zwischenzeitlich bereits ihre Köpfe verloren, aber die Kolben und die Laufbuchsen nebst den Stehbolzenstümpfen haben sich in den letzten fünfzig Jahren derart innig mit ihrem Motorblock verwoben, dass kein Rostlöser dieser Welt ihre Verbindung zu öffnen vermochte.

Die letzte Dose WD 40 war versprüht, das restliche Bisschen Geduld mit dem Delinquenten sowieso.

Wenn die Kolben nicht aus den Laufbuchsen heraus wollen, dann müssen die Laufbuchsen eben mit samt der Kolben aus dem Block . Das geschah „auf schonende Art und Weise“ mit dem schwersten einhändig zu führenden Hammer aus der Hammersammlung und ein wenig Nachdenken.

Danach wurden die Kolben aus den Laufbuchsen entfernt, indem sie unter die Presse kamen. Der erste Kolben bewegte sich keinen Millimeter, bis der Pressendruck 15 Tonnen erreichte.

Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Der Kolben, die Presse und der Presseur sprangen panisch ein jeder in eine andere Richtung. Der Kolben nach unten, die Presse nach oben und der Mechaniker in Deckung.

Der Weg war frei, der Kolben nicht!

Mehrmaliges Wiederholen der Prozedur brachte aber alle Kolben letztlich aus den Röhren. Den Stehbolzen ging es nicht besser. Sie wurden auf 20 mm Überstand gekürzt, dann Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber unter Hinterlassung einer qualmenden Gewindebohrung aus dem Block gehämmert.

Zwischenzeitlich waren schöne fette Halbliter-Kolben mit eigens berechnetem Dom für etwas mehr Verdichtung gezeichnet und in Auftrag gegeben worden.

Und ein paar andere Dinge mehr . . .
















12.11.2019 Hubert Enbergs

2-48 Kopfschmerzen, aber so richtig!



So langsam muss die Karosserie des Bugatti-Wagens fertig werden, denn es stehen Entscheidungen hinsichtlich des Antriebskonzepts an. Was soll es werden? Die gepflegte aber etwas blutleere Originalmotorisierung oder außen Ermenegildo Zegna und innen 3.0 Liter sixpack aus der Eisenstube.

Oder gar der Frevel einer Blümchenmotorisierung? Dann wäre der „Anzug“ auch im übertragenen Sinne erste Sahne, leider zum Preis einer deutlich gesunkenen Höchstgeschwindigkeit.

Egal was es zum Schluss wird, ein „outlaw-“ oder im wahrsten Sinne des Wortes gesetzloser Zerknall-Treibling ist jetzt einfach mal fällig. Es wird sich schon eine Verwendung finden. Der eigens für die Aufrüstung angeschaffte Motor macht es einem aber nicht leicht.

Die zentimeterdicke Schmutzschicht hat das Äußere zwar leidlich konserviert, jedoch im Inneren herrscht König „Rotto“. Sehen kann man das noch nicht, denn die Köpfe sitzen fest verwurzelt auf dem Block. Ein Fall für den EPI-Hexadezimal-Extraktor, der bekommt bekanntlich jeden Kopf ab.

Hier reichte es aber nur für die Stehbolzen der Kipphebelbrücken!!

Also Entwicklung am Objekt und den EPI-Extraktor Evo gebaut. Der neue Standard lautet mithin „tripple E“. Mit den Seitenwangen an Auspuffbolzen und Ansaugseite verschraubt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Um es kurz zu fassen, einmal tat es einen Knall und alle Schrauben einer Seite flogen durch die Halle wie die Niete im „Boot“ bei 280 m Tauchtiefe. Sprüche der Weltgeschichte: „Das muss das Boot abkönnen“.

„Das Boot“ vielleicht, aber nicht der Kopf. Der spuckte in Folge ein paar Stehbolzen und Gewinde aus. So geht es also nicht.

Einige Stehbolzen hatte schon bei der Klangprobe signalisiert, dass sie bereit waren, aus der Deckung zu kommen. Bei den anderen ging Probieren über Studieren. Es wurden Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber Zunder gegeben. Das Ergebnis: einmal 10:6 und einmal 11:5, will heißen insgesamt elf Bolzen rissen ab und die Köpfe blieben wo sie waren.

Bleibt nur Ausbohren, was bei den Abmessungen des Motors und der zur Verfügung stehenden Maschine nur unter 30° Neigung ging.


Die schwarze Perle
Die schwarze Perle

Sogar für die Kerze . . .
Sogar für die Kerze . . .

Demonstration
Demonstration

eine kleine Auswahl
eine kleine Auswahl

Grund für die Stilllegung?
Grund für die Stilllegung?

im Badezuber
im Badezuber

Stachelschweine
Stachelschweine



Der eigens gefertigte Rahmen sorgt für niedrige Bauhöhe
Der eigens gefertigte Rahmen sorgt für niedrige Bauhöhe

genau zentriert
genau zentriert

Keine Schäden an der Dichtfläche
Keine Schäden an der Dichtfläche

Ebenfalls ohne Demontageschäden
Ebenfalls ohne Demontageschäden

20.09.2019 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Valet Parken im Ritz



Aus dem Heidelberger Umland hatte sich JU mit seiner 59er Flaminia auf die Reise gemacht, um im EPI-Zentrum etwas Flaminia- und Clubfühlung aufzunehmen. Korrekt muss es wohl heißen „Heidelberg Land“, also zwar Kennzeichen HD aber eben nicht aus Heidelberg.

Das Auto besitzt seinen originalen Unterbodenschutz, nicht das kleinste Reparaturblech ist zu sehen. Die Bodenwanne und alle unteren Bauteile sind nicht verbeult und nicht verkratzt. Die Hebebühne hebt den Wagen an den ursprünglich vorgesehenen Stellen. Es knirscht nichts, es rieselt nichts, es tropft nichts.

Die Lackierung wurde schon einmal erneuert und JU hat die verwohnte Innenausstattung überarbeiten lassen. Dabei wurde großer Wert daraufgelegt, ein dem damaligen Connolly Leder gleichwertiges Material zu finden.

Solide wie am Tag der Auslieferung.

Die Türen schließen mit einem Sssappp, welches dem Insassen signalisiert, Du bist da angekommen, wo Pong und Peng niemals hingelangen werden. Aussteigen erst wieder vor der Himmelspforte. Oder vorm Ritz Carlton, wenn´s denn sein muss.

Die fließenden Übergänge von A-Säule zu Schweller, die üppige C-Säule, die gemeinsam mit den Heckflossen dem hinteren Teil des Wagens ein gewisses Gewicht geben. Dagegen die filigranen vorderen Dachpfosten und die großen Scheiben, welche die vordere Sitzreihe zu lichtdurchfluteten Premiumplätzen machen.

Und dieses Gesicht! Zwei einfache große, runde Scheinwerfer, das leicht vorgezogene Maul mit dem selbst nach heutigen Maßstäben ziemlich großen Grill.

Gruß nach München, so macht man das!

Ein Traumwagen!


































22.08.2019 Hubert Enbergs
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