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2.39 Meilenstein

Der Vorderwagen ist nun wieder in einem Stück. Sieht alles noch einigermaßen rauh aus, aber das täuscht. Mit neuer Schleifausrüstung läßt sich das schnell ändern.

An der Fahrertür hat der Schneider bereits Maß genommen und ein wenig Umformung hat stattgefunden. Hier kam einer der Tipps von PW zur Anwendung, beim Arbeiten mit der Rollenstreckmaschine um das Werkstück herum einen Rahmen zu belassen. Siehe da, mit genügend Geduld entsteht wirklich eine Türhaut. Ähnlichkeiten mit der Vorlage sind beabsichtigt. Es fehlt aber noch die Feinarbeit und die Sicke.

Diese soll mit einer neuen Sickenmaschine gemacht werden, aber wieder einmal hat jemand anderes (der Lieferant) erheblich mehr Gelassenheit als ich, will heißen das Ding kommt und kommt nicht.

Hubert Enbergs

I see faces
I see faces





liederliches Blechchaos an der Tür
liederliches Blechchaos an der Tür





es schmiegt sich
es schmiegt sich

nicht zu sehen, aber etwas fehlt noch
nicht zu sehen, aber etwas fehlt noch

16.03.2017 Hubert Enbergs

2.38 Oktopus

Der liebe Gott hat den Menschen mit vielen guten Sachen ausgerüstet, einige davon gibt es sogar doppelt. Will man aber mit Hammer und Stöckchen auf der Werkbank einen Kotflügel glätten, fehlt plötzlich eine dritte oder vierte Hand, da helfen auch keine Gebete.

Elektroniker kennen "die helfende Hand" als Platinenhalter beim Löten. So etwas könnte man auch für große Sachen bauen. Also fix die notwendigen Materialien zusammengestellt und losgelegt. Die Gelenkplatten entstehen aus Aluminium-Stabmaterial. Die Kugelbolzen werden aus Rundmaterial und aufgeschweißten Stahlkugeln hergestellt. Hierfür kommt eine selbstgebaute Rundschweißmaschine und WIG-Schweißen zum Einsatz.
Für die Befestigung der Gripzangen werden die Bolzen an einem Ende auf der Fräsmaschine geschlitzt.

Die Verbindungsstäbe bestehen aus einfachem Rohr, ebenfalls mit Stahlkugeln. Geplant war ursprünglich zwei Geräte zu bauen, von denen eines abgegeben werden könnte.

Beim ersten Einsatz zeigte sich jedoch, dass die Flaminiateile für ein Gerät zu groß sind. Deshalb ist die Überlegung nun, ein Werkzeugsystem zu entwickeln, bei dem ein flexibler Trägerverbund zur Anwendung kommt.














Kugelbolzen
Kugelbolzen



02.03.2017 Hubert Enbergs

2.37 Die Zeit rast

Es gibt eine interne Zielsetzung, die besagt, mit Beginn des Frühlings muss der Körper verladefertig sein, damit er zum Lackierer kann. Tempus fugit!!!!

Der rechte Radkasten ist endlich fertig und an der Karosserie verankert. Der Kotflügel ist ebenfalls weitgehend fertig und passt ganz gut zum Rest der Beifahrerseite. Besonders auf Höhe des Seitenknicks ist der Verlauf schön geworden. Das Bauteil ist fast perfekt glatt, aber im Streiflicht kommen selbst kleine Wellen zutage. Also muss noch etwas getan werden.

Es ist noch neues Equiment auf dem Weg ins EPI-Zentrum, schauen wir einmal, ob man damit dem Finish Gutes tun kann.

Ein "neues" 3C-Getriebe ist auch angekommen. Mal sehen, wann das eingebaut wird, und wo.





Auch nicht der erste Versuch
Auch nicht der erste Versuch





Der Lampenring in PF-Qualität
Der Lampenring in PF-Qualität







wie neu
wie neu

09.02.2017 Hubert Enbergs

2.36 Und ewig lockt ´das´ UNIMOG

Ende des Jahres waren die Arbeiten abrupt zum Erliegen gekommen und während witterungsbedingt kurzfristig über eine automobile Neuorientierung nachgedacht wurde, Stichworte: Portalachsen, Räumschild, Hydraulikkreise, Superkriechgang, erfolgte mit Verschwinden der mickrigen Schneedecke die Rückbesinnung.

Sensationen haben nicht stattgefunden, deshalb nur eine Sammlung von Kleinigkeiten.

Die rechte Vorderseite nähert sich der Vervollständigung. Um nicht den gleichen Fehler zu machen, wie auf der linken Seite, wurde hüben zur Niederbringung der Bohrungen für den Seitenblinker eine Schablone verwendet. Weil so praktisch musste das Bohrbild aus dem alten Kotflügel dazu herhalten. Drüben waren vorher die Positionen nach Aufmaß frei Hand gebohrt worden, was prompt zum Verlaufen einer Bohrung um 1,5 mm führte und der Blinker nicht auf Anhieb passte. Ärgerlich, zusätzliche Arbeit und gar nicht schön.

Das 32er Loch entstand mit Hilfe eines Standard-Lochers. Damit kann man perfekt runde Bohrungen ohne Verzug schneiden, was mit der Blechschere bei diesem Durchmesser praktisch unmöglich ist.

Die vor Kurzem aus Fomrollenhälften gemachten Ambosse stehen kurz vor der Transformation in Stiftambosse. Stiftambosse haben einen pyramidalen, also „quadratisch konischen“ Schaft.

Und das kam so.

Spannt man einen Stiftamboss in den Schraubstock, ist bei größeren Werkstücken oft die Werkbank im Weg. Ferner wandert (kippt) der Amboss durch das Hämmern zur Seite, egal wie fest man den Schraubstock „angeknallt“ hat und die Arbeitsebene ist eher für Dirk Nowitzki geeignet als für Hobbits wie mich.

Bei der eingehenden Betrachtung eines Bildes der Karosseriewerkstatt der Carrozzeria Touring Superleggera aus den dreißiger Jahren entdeckte ich eine sehr einfache aber wirksame Lösung, nämlich einen simplen Ständer für Stiftambosse. Durch die schlanke Bauart hat man maximale Bewegungsfreiheit in alle Richtungen und durch den „konischen“ Sitz lassen sich alle möglichen Ambösschen fest einsetzen. Der Sitz und knapp zwei Hand voll Schäfte entstanden auf der Fräsmaschine. Die Arbeitshöhe bestimmte sich nach den ergonomischen Erfordernissen.

phänomenal pyramidal
phänomenal pyramidal

















Sieh an, Rost
Sieh an, Rost

Krater nach Vorlage,
Krater nach Vorlage,

also genau so krunkelig wie das Original
also genau so krunkelig wie das Original

11.01.2017 Hubert Enbergs

2.35 Happy Hour auf der Farm

Die Frontpartie war schon vor drei Jahren vom Rest der Karosserie getrennt worden. Es stelle sich aber heraus, dass die Baugruppe als Ganzes für die Instandsetzung kaum zu handhaben war. Der untere Riegel ist ohnehin praktisch nicht mehr vorhanden und auf ein paar Dezimeter Schweißnaht mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an.

Die Trennung der Kotflügel erfolgte entlang der originalen Schweißnähte, so dass später im Idealfall keine Spuren zurückbleiben.

Heute war das Tagesziel, die Seitenbleche des linken Kotflügels in Position zu bringen, zu schweißen, richten und glätten. Dann kam jedoch ein Freund zu Besuch und erklärte "Happy Hour auf der Farm".

Gesagt, getan! Auch nicht schlecht!



Recycelte Formrollen als Amboss
Recycelte Formrollen als Amboss



















Arbeit zugunsten ein Bieres abgebrochen
Arbeit zugunsten ein Bieres abgebrochen

08.12.2016 Hubert Enbergs
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