StartseiteAktuellesNächste VeranstaltungEinloggen
[Flaminia Convertibile] [Flaminia Coupe] [Aus der Werkstatt] [Technik]
Seiten: [1] [2] [3] [4] [5]

2-53 Forza La Bomba





Sie macht Fortschritte, die Bombe. Allerdings fehlt zur Zündung noch ein wichtiges Bauteil, nämlich die Kopfdichtung(en). Die Entwicklungsarbeiten sind soweit gediehen, dass der erste Satz einbaufertiger Teile, die Null-Serie gewissermaßen, auf den Prüfstand könnte. Da der Lieferant aus Italien aber im Moment sicher andere Sorgen hat, üben wir uns in Geduld und arbeiten an den Aggregaten.

Da wäre zum Beispiel die Vergaserbestückung. Die 3B-Anlage des Spendermotors hat sehr unter der jahrzehntelangen Lagerung gelitten. Sie soll beim ersten Probelauf zum Einsatz gebracht werden. Bis dahin ist noch viel zu tun, zuerst einmal wird von außen mit dem Soda-Strahler gereinigt.

Bei der Demontage fällt unvermittelt ein Düsenstock heraus, abgebrochen! Eine Menge der Schrauben hat Beschädigungen und die Drosselklappenwelle sitzt fest. Sie lässt sich durch Erwärmen etwas beweglich machen, sobald der Vergaser wieder abkühlt, steckt sie wieder fest.

Es ist wohl besser, die Energie in erfolgversprechendere Bahnen zu lenken. Der Vergaser wird wieder zusammengebaut und für die nächsten vierzig Jahre weggelegt. Sollen sich meine Erben drum kümmern.

PS: Wo immer man auf der Farm gräbt, finden sich Spuren längst vergangener Zivilisationen!















Schönheit in der Hässlichkeit
Schönheit in der Hässlichkeit





El Tenedor del Diablo
El Tenedor del Diablo

10.04.2020 Hubert Enbergs

2-52 La Bomba




Im letzten Sommer nahm der Gedanke Gestalt an, für das schwere Flaminia Coupé einen etwas durchzugsstärkeren Antrieb auf die Beine zu stellen. Im November wurde bereits über die Demontage und damit einhergehende Schwierigkeiten berichtet.

Die Widerstände sind nun überwunden, dazu sind sie ja schließlich da, und der Zusammenbau von La Bomba # 1 ist in vollem Gange.

Nachdem Block, Kurbelwelle und Köpfe mechanisch auf Maß bearbeitet sind, werden die Brennräume ausgelitert und Kolben und Pleuelstangen auf das gleiche Gewicht gebracht. Die Gewichtsabweichungen können unter 0,1 g für die Kolben und 0,5 g für die Pleuel gedrückt werden. Die Werkstoleranzen sind erheblich größer, was vermuten lässt, dass diese Maßnahme überhaupt nicht erforderlich ist.

Aber was macht man nicht alles in Zeiten der Isolation.

Zum Beispiel baut man einen Motorständer, mit dem man auch etwas anfangen kann. Über das billige Teil aus fernen Ländern hatte ich mich schon ab dem ersten Tag geärgert, wobei die Funktion dem Preis gerecht wurde. Trotzdem, ein um +-30° schwenkbarer Halter, Zugriff auf möglichst alle Anbauteile inkl. Schwungrad, Kugellager für geringe Bedienkräfte, Einsatz auf der Werkbank und mobil in der Halle, all das stand im Lastenheft.

Bei der Gelegenheit entstand auch noch eine Plattform, um die Messuhr reproduzierbar platzieren zu können. Das ist die Grundlage für eine genaue Einstellung des Laufbuchsenüberstandes auf 0,04-0,06 mm.

Die Laufbuchsen der ungeraden Bank sind in den letzten fünfzig Jahren ihre eigenen Wege gegangen. Eine ist um 0,12 mm aus dem Block gewandert, die beiden anderen sind eingesunken. Mit Hilfe eines EPI-zentralen Verfahrens konnten die Buchsen nach gründlicher Reinigung ihrer Sitze auf exakt 0,06 mm Überstand justiert werden. Die rechte Bank wurde ebenfalls auf 0,06 mm gleichgeschaltet. Da der Motor etwas mehr Verdichtung und somit Verbrennungsdruck hat, wurde der maximale Wert eingestellt.

Ach so, demjenigen, der sich als erstes mit einer präzisen Angabe darüber meldet, welches Bauteil welches Lancia als zentrales Element in die Ständerkonstruktion eingeflossen ist, winkt eine Flasche französischen Perlweins in Flaschengärung.

Zu verzehren direkt auf der Farm oder in "Quaranta Giorni", ganz nach Gusto.



Das ging schnell! Die erste richtige Antwort kam von GB aus Italien. Google Übersetzer macht´s möglich!

Die erste richtige Inlandsantwort mit Details zum Spenderfahrzeug kam von GS!

Die Preise stehen schon im Kühler!




Für Messungen im Hundertstel-Bereich
Für Messungen im Hundertstel-Bereich

Kopfstand
Kopfstand

rechts...
rechts...

Links ...
Links ...





Aufnahmen versetzt, Flaminia-gerecht
Aufnahmen versetzt, Flaminia-gerecht

Was ist es?
Was ist es?

Don Pipetto
Don Pipetto







22.03.2020 Hubert Enbergs

2-51 Stoßstangen





Die Karosseriearbeiten abgeschlossen, das Auto geht noch 2019 zum Lackierer, war wohl Wunschdenken!

Bevor der Lackierer loslegt, sollten alle Zier- und Anbauteile einmal angebaut werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn man die Wahl aus einem beim Werkstattumzug vor fünf Jahren planlos zusammengewürfelten Haufen an Teilen hat, die einmal drei Coupés und ein paar Touring- und Vignale-Autos geschmückt haben.

Es sind auch noch einige Blechteile anzufertigen: a. die Frontlippe, die den Spalt zwischen Karosse und Stoßstange schließt; b. der Frontspoiler aus Aluminium, macht das Coupé zu einem echten Sportwagen; c. die Schutzleisten unterhalb der Heckstoßstange.

Um diese Leisten anzufertigen, ist es hilfreich, die hintere Stoßstange zu montieren. Also das machen wir! Aber fangen wir doch am Anfang an.

Vor sechs Jahren entstand die Idee, Stoßstangen aus Edelstahl auf eigene Faust in einem fernen Land machen zu lassen. Meine Stoßstangen sollten als Vorlage für Flaminia Coupé Teile dienen und so gingen sie auf die Reise. Einige Zeit später kamen sie wieder nach Hause, in Begleitung eines Paketes nagelneuer Stoßstangen für Cabrio und Coupé. Auf den ersten Blick sahen sie ziemlich gut aus.

Jetzt ist es Zeit, die Pininfarina-Stoßstangen zu montieren. Vorne sieht es recht annehmbar aus, weshalb erst einmal nicht zu viel Zeit darauf verwendet wird. Aber das Heck macht richtig Kopfzerbrechen. Das rechte Teil geht so leidlich, aber das U-Profil des Mittelteils ist viel zu breit. Das linke Seitenteil ist so unförmig, dass eine Lücke von drei Zentimetern zur Karosserie klafft. Ich muss zugeben, dass die Oberfläche der Nachbauten wirklich erstklassig ist, was die Entscheidung darüber wie weiter vorzugehen ist, deutlich erschwert. Der langen Rede kurzer Sinn, ich entscheide mich dazu, die Teile zu ändern und die perfekte Oberfläche zu opfern.

Es war unsere Absicht die Materialstärke mit Maß zu wählen und nicht das papierdünne Zeug, was es sonst aus Fernost-Quellen gibt. Und jetzt stehe ich hier.

Es ging ein ganzer Tag mit Biegen, Hämmern (nur Kunststoff und Alu-Hämmer) und Glätten auf dem kleinen English Wheel drauf. Immerhin geht es in die richtige Richtung. Ich werde mir jemanden suchen müssen, der die Teile nachher wieder auf Hochglanz bringt.

Unnötige und ziemlich gehasste Arbeit!!!














14.02.2020 Hubert Enbergs

2-50 Hilfsrahmen



Der Hilfsrahmen bedarf noch gründlicher Zuwendung, theoretisch. Nachdem er in der Vergangenheit Platz sparend unter der Karosserie „gelagert“ war wurde er heute ausgebaut und einer eingehenden Inspektion unterzogen.

Das Ergebnis war ernüchternd. An einigen Stellen waren Bereiche vor dem Strahlen bereits herausgetrennt worden, so dass die Hohlräume entrostet werden konnten. Die heutige Begutachtung zeigte, dass die Steifigkeit des Bauteils stark zu wünschen übrigließ, auch weil die verbleibenden Partien großflächig „dünngerostet“ sind. Eine Aufarbeitung des Rahmens wurde deshalb verworfen. Stattdessen kommt ein nachgefertigter Hilfsrahmen zum Einsatz. Leider wird es eine ganze Zeit dauern, bis man sagen kann, ob der Nachfertiger alles richtig gemacht hat.

Die Neigung der Motorlager ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, bin mal gespannt, ob das erkannt wurde














21.11.2019 Hubert Enbergs

2-49 Kolbensprengung




Jetzt sind die Blecharbeiten abgeschlossen, etwas Detailarbeit an den Kanten einmal ausgenommen.

Die Black Pearl unter den Flaminia Motoren hat zwischenzeitlich bereits ihre Köpfe verloren, aber die Kolben und die Laufbuchsen nebst den Stehbolzenstümpfen haben sich in den letzten fünfzig Jahren derart innig mit ihrem Motorblock verwoben, dass kein Rostlöser dieser Welt ihre Verbindung zu öffnen vermochte.

Die letzte Dose WD 40 war versprüht, das restliche Bisschen Geduld mit dem Delinquenten sowieso.

Wenn die Kolben nicht aus den Laufbuchsen heraus wollen, dann müssen die Laufbuchsen eben mit samt der Kolben aus dem Block . Das geschah „auf schonende Art und Weise“ mit dem schwersten einhändig zu führenden Hammer aus der Hammersammlung und ein wenig Nachdenken.

Danach wurden die Kolben aus den Laufbuchsen entfernt, indem sie unter die Presse kamen. Der erste Kolben bewegte sich keinen Millimeter, bis der Pressendruck 15 Tonnen erreichte.

Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Der Kolben, die Presse und der Presseur sprangen panisch ein jeder in eine andere Richtung. Der Kolben nach unten, die Presse nach oben und der Mechaniker in Deckung.

Der Weg war frei, der Kolben nicht!

Mehrmaliges Wiederholen der Prozedur brachte aber alle Kolben letztlich aus den Röhren. Den Stehbolzen ging es nicht besser. Sie wurden auf 20 mm Überstand gekürzt, dann Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber unter Hinterlassung einer qualmenden Gewindebohrung aus dem Block gehämmert.

Zwischenzeitlich waren schöne fette Halbliter-Kolben mit eigens berechnetem Dom für etwas mehr Verdichtung gezeichnet und in Auftrag gegeben worden.

Und ein paar andere Dinge mehr . . .
















12.11.2019 Hubert Enbergs
[Flaminia Convertibile] [Flaminia Coupe] [Aus der Werkstatt] [Technik]
Seiten: [1] [2] [3] [4] [5]
Der Club
Das Magazin
Aktivitaten
Mitgliedschaft
Galerie
Flaminia Seiten
Impressum
Clubtreffen
Stammtische
Andere Treffen
Geschichte
Modelle
Literatur
Marktplatz
Links