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2.43 Die Türen 3

Die Fahrertür ist nun fertig. Lediglich ein kleiner Überstand verbleibt, damit mit dem Lackierer abgestimmt werden kann, wieviel "Bruttospalt" er benötigt um ein perfektes Spaltmaß zu erhalten.

Als nächstes geht es zur Türschwelle. Bei den meisten restaurierten Coupés ist sie unsachgemäß als gekantetes Blech gemacht, obwohl Zug und Fallung des Karosseriekörpers ganz konsequent bis in dieses Bauteil hinein gehören. Gar nicht so einfach! Bei einem Besuch in Wien in diesem Frühjahr hatte ich Gelegenheit das original erhaltene Coupé von JW nicht nur Probe zu fahren, sondern ich konnte auch wichtige Skizzen von den Endspitzen der Schwelle anfertigen mit deren Hilfe nun perfekte Abschlüsse des Bauteils entstehen sollen.

Zwischendurch entstand noch ein neuer Holzklotz mit Mulden für tiefe Formen und Handschrumpfen.

Das hätte man auch einfacher bauen können
Das hätte man auch einfacher bauen können





Bescheidene Vorlage für die neuen Schwellen
Bescheidene Vorlage für die neuen Schwellen

Man erahnt den Bogen
Man erahnt den Bogen





the stump
the stump

14.09.2017 Hubert Enbergs

2.42 Die Türen 2

Der Plan, nur die angefressenen Stellen des Fahrertürrahmens zu reparieren, war wegen der festgestellten Bruchstellen hinfällig, siehe oben. Stattdessen wurden alle Verbindungen der vorderen Türsäule aufgetrennt und jedes einzelne Teil neu angefertigt. Die vorgefundene Fertigungsqualität war ernüchternd.

Damit die sechzehn Teile vernünftig zusammen gesetzt werden konnten, wurde noch ein spezielles Fingerpaar für die Punktschweißzange gemacht. Selbst die Verstärkungen der acht Bohrungen in einem der Bleche wurden nachgebaut. Hierzu war es erforderlich, ein einfaches Presswerkzeug zu machen.

Die Bohrungen verteilen sich genau wie bei der Vorlage nach dem Zufallsprinzip.


dimple die
dimple die















05.09.2017 Hubert Enbergs

2.41 Die Türen

sind oberflächlich gesehen nichts anderes als Verschlussklappen für bewusst im Objekt belassene Öffnungen. Bildlich gesehen ermöglichen sie Zugang zu vielen Dingen, idealerweise zum Herzen eines angebeteten Menschen. Oder sie eröffnen den Zugang zum Bewusstsein oder gar höheren Ebenen desselben. Das dann gerne in Verbindung mit einem gut gerollten Rauchmittel.

Sie sind auch der Name meiner Lieblingsband aus meiner Sturm- und Drangzeit. „Riders on the Storm“ bei schummrigem Licht und nicht ganz allein in meiner winzigen Studentenbude, das erschien damals nicht steigerungsfähig.

Oder sie treiben einen schlichtweg in die Verzweiflung. Erst ein Blech, dann zwei dann drei … dann sechzehn.

Die Haut war vor dem Sandstrahlen bereits vom durchgerosteten Unterteil befreit worden, eher ein Fehler, wie sich herausstellte, weil die nun frei im Raum stehende Kante sich durch den Beschuss mit Strahlmittel gelängt hatte und unbrauchbar geworden war. Die Ankerplatten im Türrahmen weisen einige Risse auf. Wahrscheinlich waren die Scharnierbolzen festgerostet.

























29.08.2017 Hubert Enbergs

2.40 Rückschritte und Fortschritte

Als letzter Stand der Arbeiten am Bugattiwagen war die Komplettierung des Vorderwagens gemeldet worden. Das war auch einen kurzen Moment lang so, bis auffiel, dass die Unterlippe der Schnauze zwar gut aussah, sie in vertikaler Richtung aber nicht den richtigen Winkel aufwies. Das durfte so nicht bleiben, ergo wurde das schöne neue Blech entfernt, das alte aus der Vorlagenkiste hervorgekramt und ein neues hergestellt.

Zum Einsatz kam die angetriebene Sickenmaschine, die nach langer Reise endlich auf der Farm angekommen ist. Hiermit lassen sich viele tolle Dinge machen, unter anderem lassen sich Bleche abkanten, deren Rand gebogen ist. Die erforderlichen Nacharbeiten erledigt man auf dem Schrumpf/Streckgerät.

Es kam auch ein Stück neues Blech zum Einsatz, welches sich später als kaum schweißbar herausstellen sollte. Die beiden neu erstandenen Tafeln werde ich wohl zu Mülleimerchen verarbeiten. Oder ich jage sie solange durch die Sickenmaschine, bis sie Kunst sind. Sachliches Fazit: Blech ist lange nicht gleich Blech, nur weil es die gleiche Stärke hat.

Im Frühjahr hatte ich Gelegenheit im Rahmen eines Wien-Besuchs eine echte Zeitkapsel zu bewundern, ein Flaminia Coupé in Originalzustand, in Würde gealtert, aber bei bester Gesundheit. Ein sensationelles Erlebnis, durfte ich doch für eine kleine Rundfahrt selbst ans Steuer!

Reisen bildet, und so brachte ich neben ein paar Maß-Schablonen, flugs im Herzen der Stadt am Straßenrand von der Zeitkapsel abgenommen, auch noch die Lösung eines drängenden Flaminia Coupé-Problems mit nach Hause.

Die sicher viele Flaministi (Flaminiasti?) schon lange quälende Frage lautet: wozu ist das gezeigte Blech an der Innenseite des Vorderkotflügels kurz vor der A-Säule gut? Die Antwort: Kotflügelverstärkung dort, wo das Wagenheberkissen gegen denselben drückt. Wer das bei der Restaurierung weg lässt, der kann gleich von vorne anfangen!

Mittlerweile sitzt der Vorderwagen endgültig wieder an seinem Platz und die nächste harte Nuss in Form der Fahrertür liegt auf dem Tisch. Wenn es zu hart wird, kann ich immerhin für eine Weile einer hübschen Dame beim Bootfahren zuschauen.

Schwer zu erkennen ist sie ja nicht.



Schablone mit noch mehr Sorgfalt
Schablone mit noch mehr Sorgfalt





Wofür nur?
Wofür nur?

Dafür!
Dafür!

Was nützt die Haut ohne Knochen?
Was nützt die Haut ohne Knochen?

Windsbraut
Windsbraut

17.08.2017 Hubert Enbergs

2.39 Meilenstein

Der Vorderwagen ist nun wieder in einem Stück. Sieht alles noch einigermaßen rauh aus, aber das täuscht. Mit neuer Schleifausrüstung läßt sich das schnell ändern.

An der Fahrertür hat der Schneider bereits Maß genommen und ein wenig Umformung hat stattgefunden. Hier kam einer der Tipps von PW zur Anwendung, beim Arbeiten mit der Rollenstreckmaschine um das Werkstück herum einen Rahmen zu belassen. Siehe da, mit genügend Geduld entsteht wirklich eine Türhaut. Ähnlichkeiten mit der Vorlage sind beabsichtigt. Es fehlt aber noch die Feinarbeit und die Sicke.

Diese soll mit einer neuen Sickenmaschine gemacht werden, aber wieder einmal hat jemand anderes (der Lieferant) erheblich mehr Gelassenheit als ich, will heißen das Ding kommt und kommt nicht.

Hubert Enbergs

I see faces
I see faces





liederliches Blechchaos an der Tür
liederliches Blechchaos an der Tür





es schmiegt sich
es schmiegt sich

nicht zu sehen, aber etwas fehlt noch
nicht zu sehen, aber etwas fehlt noch

16.03.2017 Hubert Enbergs
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