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Kurz vor Weihnachten





Es war mal wieder soweit, die Flavia musste zur HU. Seit August, um ehrlich zu sein. Da der Wagen in den letzten zwei Jahren nur rumgestanden hat, konnte nicht viel Technisches gelitten haben. Eine kurze Rundumprüfung offenbarte nur einen korrodierten Blinkleuchtenkontakt. Sogar die beim letzten Mal etwas zickige Fernlichtumschalteinrichtung funktionierte einwandfrei. Also Dach auf und schnell mal eben hin gedüst. Sind nur eineinhalb Kilometer bis zur Prüfstelle.

Schon im Warteraum beschlich mich ein eigenartiges Gefühl. „Mein persönlicher Prüfer sein Schreibtisch“ wirkte verdächtig unbewohnt. Der einzige diensthabende Prüfingenieur popelte sich gerade durch einen bis in die letzte Ritze topgepflegten silbernen Honda Civic, dessen siebzig jähriger Pfleger, noch mit der Zahnbürste vom Profilreinigen in der Hand und nach Armor All duftend, mit Argusaugen die Prozedur überwachte. Oh,oh!

Die Flavia kommt an die Reihe. Erster Punkt Abgasuntersuchung. Die braucht das Auto nicht, ist Baujahr 1964, sage ich. Das wollen wir erst einmal sehen, sagt Herr Ingenieur und wirft das Internet an. Mir schwant Übles. Die Flavia muss sich jetzt von ihrer besten Seite zeigen! Vorsichtshalber fahre ich sie selber in die Prüfhalle und übernehme die Bedienung der Funktionen. Hupe? Geht! Scheibenwischer? Geht! Spritzwasser? Geht nicht! Ha!!! Das schreibe ich mir auf, werde mal nachsehen, was das für ein Mangel ist, sagt Herr Ingenieur. Dann Abblendlicht? Vorne links außer Funktion! Wie kann das sein, vor zehn Minuten ging es doch noch. Fernlicht? Klack, klack, kein Fernlicht! Ich werd´ weich. Dann holt der Kerl doch tatsächlich noch das Scheinwerfertestgerät aus der Ecke und prüft die rechte Scheinwerfereinstellung!!!

Bremse, Lenkung, Fahrwerk, alles in Ordnung. Aaaaber was haben wir denn da, fragt Herr Ingenieur mit maliziösem Grinsen und zeigt auf die ausgefransten Blattfederzwischenlagen an der Hinterachse. Die müssen Sie aber reindrücken, so geht das nicht!

Nein, so geht das auch nicht! Aber ich werd´ gleich mal woanders was reindrücken.

Zu unser beider Segen kommt in dem Moment Herr Chef um die Ecke, begrüßt mich freundlich mit Handschlag und fragt, wann er mich mal wieder auf der Farm besuchen darf. Die Situation entspannt sich schlagartig und auf dem Mängelbericht verbleiben nur die beiden Beleuchtungsmängel, zu Recht. Wiedervorführung am selben Tag ist kostenlos. Das schaffe ich.

Wieder in der Werkstatt finde ich einen abgefallenen Kabelschuh (Abblendlicht links) und tausche das Fernlichtumschaltrelais gegen ein generalüberholtes aus dem Lager. Ruck zuck ist die Plakette drauf!

Na also, dann doch noch . . .

Frohe Weihnachten, Allen eine sorgenfreie Fahrt und einen guten Rutsch in Neue Jahr!

Das vermaledeite Umschaltrelais kommt demnächst (noch einmal) an die Reihe!


25.12.2019 Hubert Enbergs

Kann denn Leistung Sünde sein?



Zugegeben, die Überschrift klingt etwas hochtrabend, aber die ersten Prüfstandsversuche mit knapp über 4000 Umdrehungen verursachen schon ein Kribbeln in den Gliedern. Immerhin, die Leistungskurve aus den Werksunterlagen ließ sich soweit ziemlich exakt nachstellen. Da geht sicher noch mehr!

Vorversuche im unteren Drehzahlbereich bewirkten unter anderem einen ca 1 m hohen Geysir, der aus dem Kühler schoss. Leider lief die Kamera zu dem Zeitpunkt nicht.

Wir hatten uns doch wohl etwas viel Zeit gelassen und die Kühlleistung ohne Fahrtwind leicht überschätzt. Waren zu sehr mit Staunen beschäftigt!



03.12.2019 Hubert Enbergs

2-50 Hilfsrahmen



Der Hilfsrahmen bedarf noch gründlicher Zuwendung, theoretisch. Nachdem er in der Vergangenheit Platz sparend unter der Karosserie „gelagert“ war wurde er heute ausgebaut und einer eingehenden Inspektion unterzogen.

Das Ergebnis war ernüchternd. An einigen Stellen waren Bereiche vor dem Strahlen bereits herausgetrennt worden, so dass die Hohlräume entrostet werden konnten. Die heutige Begutachtung zeigte, dass die Steifigkeit des Bauteils stark zu wünschen übrigließ, auch weil die verbleibenden Partien großflächig „dünngerostet“ sind. Eine Aufarbeitung des Rahmens wurde deshalb verworfen. Stattdessen kommt ein nachgefertigter Hilfsrahmen zum Einsatz. Leider wird es eine ganze Zeit dauern, bis man sagen kann, ob der Nachfertiger alles richtig gemacht hat.

Die Neigung der Motorlager ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, bin mal gespannt, ob das erkannt wurde














21.11.2019 Hubert Enbergs

2-49 Kolbensprengung




Jetzt sind die Blecharbeiten abgeschlossen, etwas Detailarbeit an den Kanten einmal ausgenommen.

Die Black Pearl unter den Flaminia Motoren hat zwischenzeitlich bereits ihre Köpfe verloren, aber die Kolben und die Laufbuchsen nebst den Stehbolzenstümpfen haben sich in den letzten fünfzig Jahren derart innig mit ihrem Motorblock verwoben, dass kein Rostlöser dieser Welt ihre Verbindung zu öffnen vermochte.

Die letzte Dose WD 40 war versprüht, das restliche Bisschen Geduld mit dem Delinquenten sowieso.

Wenn die Kolben nicht aus den Laufbuchsen heraus wollen, dann müssen die Laufbuchsen eben mit samt der Kolben aus dem Block . Das geschah „auf schonende Art und Weise“ mit dem schwersten einhändig zu führenden Hammer aus der Hammersammlung und ein wenig Nachdenken.

Danach wurden die Kolben aus den Laufbuchsen entfernt, indem sie unter die Presse kamen. Der erste Kolben bewegte sich keinen Millimeter, bis der Pressendruck 15 Tonnen erreichte.

Dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Der Kolben, die Presse und der Presseur sprangen panisch ein jeder in eine andere Richtung. Der Kolben nach unten, die Presse nach oben und der Mechaniker in Deckung.

Der Weg war frei, der Kolben nicht!

Mehrmaliges Wiederholen der Prozedur brachte aber alle Kolben letztlich aus den Röhren. Den Stehbolzen ging es nicht besser. Sie wurden auf 20 mm Überstand gekürzt, dann Muttern aufgeschweißt und mit dem Schlagschrauber unter Hinterlassung einer qualmenden Gewindebohrung aus dem Block gehämmert.

Zwischenzeitlich waren schöne fette Halbliter-Kolben mit eigens berechnetem Dom für etwas mehr Verdichtung gezeichnet und in Auftrag gegeben worden.

Und ein paar andere Dinge mehr . . .
















12.11.2019 Hubert Enbergs

Spätlese aus Padova



Vor 3 Tagen ging sie zu Ende, die Auto e moto d' epoca 2019 in Padova.
Die Tore sind ge- und die Verkäufe abgeschlossen - und letzteres wirklich mit gefühlt größerer Häufigkeit als zuletzt.

Voll war sie, die Messe. Und das an allen Tagen.
Irgendwie ist das ja schon mal ein gutes Zeichen. Ganz offensichtlich lebt die Leidenschaft für klassische Fahrzeuge in Italien noch mit der gleichen Stärke weiter.
Und das ist schön anzusehen - genau wie die meisten der Ausstellungsfahrzeuge.

Ja, auch hier gibt es eine große (und gefühlt noch gewachsene) Präsenz der Marken Porsche und Mercedes. Aber es gibt eben auch die vielen anderen Fahrzeuge. Exoten und (italienische) Klassiker, die in der Häufigkeit auf deutschen Messen so einfach nicht anzutreffen sind.
Und das Ganze präsentiert sich unverändert unaufgeregt, ja beinahe hemdsärmelig in 8 Hallen (Teileverkauf gar nicht mitgerechnet) und im großzügig gefüllten Außenbereich.

Und was gab es zu erleben?

Außer Herbstsonne bei 24 Grad löste auch das große Angebot an Lancia-Fahrzeugen Begeisterung bei den Lancisti aus.
Subjektiv scheint die Anzahl an Lancia sogar noch einmal gewachsen zu sein.
Immer schon waren viele Delta zu sehen, dieses Jahr aber gesellten sich zwei Rally 037 dazu, zwei Stratos und die aus meiner Sicht größte Zahl an jemals auf einer Messe angebotenen Flaminia Sport/SuperSport.
Und wenn man an den Verkäufen ablesen kann, wie interessant eine Marke ist, dann gibt es frohe Kunde für Lancia-Freunde:

Neben einem Delta "La Perla" (0 km, angeboten für 130.000 €) und einem 037 (Straßenversion angeboten für 470.000 EUR) schmückten sich diverse Flaminia, Fulvia, A112 und auch ein interessanter Thema in der Langversion mit dem dezenten Hinweis "VENDUTA / SOLD ". Letzterer hat sogar einen neuen Besitzer in Deutschland gefunden.

Und ganz bestimmt ist diese Liste der Lancia, die in Padova einen stolzen neuen Besitzer gefunden haben, noch nicht vollständig…

Schade nur, dass FCA dieses Jahr nicht den Weg nach Padova gefunden hat.
So wie es scheint, erleben wir ein Auf und Ab der Aktivitäten rund um das Thema "Heritage".
Bei diesem Eindruck wird es schwer, den Pessimisten zu widersprechen, die in der fehlenden Kontinuität von Präsenz und Richtung seitens FCA schon das Aufgeben der guten Idee sehen…

Das Resümee?

Nächstes Jahr ist Padova auf jeden Fall wieder ein Muss.
Denn Spaß hat es gemacht. Es gab viel zu staunen und zu fachsimpeln - und vor allem gab es auf Schritt und Tritt das gute Gefühl, dass Lancia lebt.
Mit oder ohne FCA – unsere Marke ist präsent und beliebt!

P.S.:
Schon gesehen, dass die Messe selbst in Ihrem Videotrailer mit Lancia wirbt?
https://autoemotodepoca.com/de-DE

































30.10.2019 Christian Döhle
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